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12.07.2017

Handlungsbedarf bei maroder Straße

Weil der Stadt/Tiefenbronn. Für einen Ausbau der Kreisstraße zwischen dem Tiefenbronner Ortsteil Lehningen und dem Weil der Städter Stadtteil Hausen wollen sich die CDU-Fraktionen im Kreistag Enzkreis und Böblingen einsetzen, kündigten die Fraktionsvorsitzenden Günter Bächle und Helmut Noe an. Es herrsche Handlungsbedarf: Durch den Straßenausbau solle ein Mehr an Verkehrssicherheit erreicht, die Hochwasserproblematik verbessert und ein Radweg geschaffen werden.

Einem gemeinsamen Gespräch im Rathaus Hausen vorausgegangen war ein Lokaltermin an der Strecke. Mit dabei waren die Kreisräte Martin Buhl (Weil der Stadt) sowie Wolfgang Georg Liebl (Tiefenbronn), Michael Seiß (Friolzheim), Gerd Philipp (Neuhausen) und Christa Pfisterer (Heimsheim), zudem Bürgermeister Frank Spottek (Tiefenbronn), außerdem die CDU-Vorsitzenden von Neuhausen und Tiefenbronn, Rügen Leicht und Eleonore Grönheim. Zum Treffpunkt am Dorfplatz in Hausen kamen laut Mitteilung der Fraktionen auch interessierte Bürger.

Die Kreisstraße K 4577 (auf Seite des Enzkreises) und K 1061 (auf Seite des Kreises Böblingen) verbindet den Tiefenbronner Ortsteil Lehningen mit dem Weil der Städter Stadtteil Hausen. Diese Straße ist bei Lehningen bis zum Friedhof und bei Hausen seit 2015 bis zum Ortsausgang gut ausgebaut.

Dazwischen befindet auf der badischen Seite ein etwa 300 langes und auf der württembergischen Seite ein zirka 400 Meter langes Teilstück, das sehr marode und sehr schmal ist, so die Kreisräte. Der Lastwagenverkehr sei auf dieser Straße verboten. Der Linienbus verkehre aber auf dieser Straße.

Auf dem nicht ausgebauten Teilstück müsse angehalten werden, um den Bus passieren zu lassen und auch zwei normale, einander entgegen kommende Fahrzeuge müssten erheblich abbremsen, um keine Gefährdungssituation entstehen zu lassen. Die Seitenstreifen seien nicht befestigt beziehungsweise gar nicht vorhanden. Die Situation für Radfahrer und Fußgänger wird als hochgefährlich bezeichnet, ein Begleitweg, wie schon vom Enzkreis geplant, ist nach Angaben von Bürgermeister Spottek dringend erforderlich. Anfang der 2000er-Jahre wurde das Teilstück des Enzkreises komplett neu geplant, sagte Kreisrat Philipp. Da man damals auf Böblinger Seite keine Lösung für die Engstelle an der Kirche hatte, sei dort nicht weiter geplant worden. Da es keinen Sinn machte, einen Vollausbau bis zur Grenze zu tätigen ohne Fortführung auf Böblinger Gebiet, wurden die Enzkreispläne auf Eis gelegt, so Rügen Leicht. Der Ausbau der K 4577 stehe im jährlichen Kreisstraßenplan des Enzkreises fürs Jahr 2021, so Kreisrat Liebl. Diese Jahreszahl habe man von der Kreisverwaltung Böblingen übernommen.

Der Enzkreis gehe das Projekt auch früher an, wenn entsprechende Signale aus Böblingen kommen. „Wir müssen da früher ran“, so Kreisrat Martin Buhl. Nachdem der Kreis Böblingen die Engstellenproblematik gelöst und darüber hinaus noch einen erheblichen Teil der Steigungsstrecke ausgebaut habe, gebe es eine neue Situation. Ein weiteres Thema war der schlechte Zustand der Landesstraße zwischen Hausen und Heimsheim. Fraktionsvorsitzender Günter Bächle wandte sich inzwischen an den Enzkreis mit der Bitte, beim Land vorstellig zu werden.