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22.08.2017

Hassparolen übermalt: Königsbach-Steins Bauhof hat schnell gehandelt

„Tötet Merkel“: Der unverblümte Aufruf zum Mord an der Bundeskanzlerin ist gestern schnell von der Wand der Bahnunterführung in Königsbach verschwunden. Es war dieser Satz, der neben anderen Parolen dort in großen Lettern an die Tunnelwände gemalt worden war, der eine Reihe von Anzeigen bei der Polizei ausgelöst hat (die PZ berichtete). Noch am Montag hätten Mitarbeiter des Bauhofs die Parolen mit der weißen Farbe übertüncht, in der die Tunnelwand gestrichen ist, so Marcel Hass, Leiter des Amts für Bürgerservice und Ordnung der Gemeinde Königsbach-Stein.

Das ändert freilich nichts an dem polizeilichen Nachspiel der Schmierereien. Parteien wie in diesem Fall die CDU leben zwar oft auch mit heftiger Kritik an ihrer Politik oder an einzelnen Parteifreunden. Doch wie berichtet ziehen sie eine klare Grenze bei der öffentlichen Aufforderung zu einer Straftat. Nicht anders könne man die Parole „Tötet Merkel“ verstehen, betonte Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum gestern noch einmal. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Laut Sprecherin Sabine Doll übrigens wie von Krichbaum erhofft beim Staatsschutz innerhalb des Kriminalkommissariats Pforzheim. Neue Erkenntnisse zum Urheber der Parolen an den Tunnelwänden gibt es bislang noch nicht.

Hoffnung auf eine Aufklärung

Doch Gunther Krichbaum ist zuversichtlich, dass sich das ändert. Das hätte ihn sein Engagement für das Anti-Graffiti-Mobil gelehrt, das beim Haus des Jugendrechts in Pforzheim angesiedelt ist und federführend von Polizeihauptkommissar Volker Weingardt betrieben wird. In diesem Fall müssen junge Leute, die von der Polizei nach Graffiti-Schmierereien überführt worden sind, Verunstaltungen selbst unter Anleitung eines Malermeisters beseitigen und sich bei Betroffenen entschuldigen. Das erfolgreiche Modell beweise eben auch, dass die Polizei durchaus keine schlechten Karten habe, Verursacher von Verunstaltungen zu finden, so Krichbaum.

Im Fall der jungen Leute geht es dabei in der Regel um Zeichen oder Parolen, die zunächst lediglich Sachbeschädigungen darstellen. Genauso wie diejenigen der Königsbacher Parolen, die keinen Aufruf zu einer Straftat enthalten. Auch diese Sachbeschädigungen dort sind angezeigt worden. Die große Empörung löste freilich der Tötungsaufruf aus.

Entfernt hat der Bauhof Königsbach-Stein alles zusammen nun erst einmal auf Rechnung der Gemeinde. Wenn ein Schuldiger gefunden werde, so der Ordnungsamtsleiter, könne man ihm den Aufwand in Rechnung stellen.

HWB
23.08.2017
Hassparolen übermalt: Königsbach-Steins Bauhof hat schnell gehandelt

Hallo Herr Heilemann, also Ihre zwei Artikel zu den Schmierereien zeigen mir wie FAKENEWS entstehen! Im ersten Artikel kein Wort von "Tötet Merkel" deshalb entstand hier der Eindruck es gehe lediglich um "Merkel = Krieg = Islam" Ein Satz und alle Unklarheiten wären beseitigt gewesen! Bitte für das weitere Schreiberleben merken. Danke. mehr...

pforzheimer007
23.08.2017
Hassparolen übermalt: Königsbach-Steins Bauhof hat schnell gehandelt

und in china scheisst ein schwein -> da habe ich schon üblere schmiererein gesehen.... mehr...

Faelchle
23.08.2017
Hassparolen übermalt: Königsbach-Steins Bauhof hat schnell gehandelt

Und es gabe auch kein ARD Brennpunkt darüber. mehr...

foodo
23.08.2017
Hassparolen übermalt: Königsbach-Steins Bauhof hat schnell gehandelt

Im Text steht in einer der Bildunterschriften Macht sogar zwei Sätze, die keine Unklarheiten lassen sollten. Die Verantwortung dafür, dass die nicht gelesen wurden, kann man wohl kaum dem Autor anlasten.... mehr...