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25.02.2016

Haushalt in Kämpfelbach: Niedrigster Schuldenstand seit 20 Jahren

Bürgermeister Udo Kleiner legte dem Kämpfelbacher Gemeinderat den Verwaltungsentwurf des Haushaltplanes sowie den Wirtschaftsplan des Wasserversorgungsbetriebes für 2016 vor. Der Rat wird den Etat in der nächsten Sitzung am 29. Februar, im Sitzungssaal des Bilfinger Feuerwehrhauses beraten. Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro. Das sind 775.000 Euro weniger als im Vorjahr.

Dabei erhöht sich der Verwaltungshaushalt um knapp 200.000 Euro auf 12,9 Millionen Euro. Im Vermögenhaushalt sind mit nun 2,1 Millionen Euro gegenüber dem vergangenen Jahr 970.000 Euro weniger veranschlagt. Kredite sind zur Finanzierung nicht notwendig. Auch bleiben die Realsteuerhebesätze unverändert. „Der Haushaltsplan 2016 ist solide finanziert“, so der Schultes. Wie Kleiner sagt, sind die Haushaltsdaten geprägt durch geringere Schlüsselzuweisungen des Landes, eine höhere Kreisumlage sowie durch höhere Ausgaben bei der Grundstücksunterhaltung. Damit können dem Vermögenshaushalt nur noch 135.000 Euro als Überschuss zur Verfügung gestellt werden. 1,1 Millionen werden aus der Rücklage zur Finanzierung der Investitionen genommen.

Knapp 20 Investitionsmaßnahmen enthält der Vermögenshaushalt. Darunter Zuschüsse für die Kindergärten (135 000 Euro), für die verkehrssichere Gestaltung der Bilfinger „Bergle“ (220.000 Euro), für die Hubbodensanierung im Hallenbad (100.000 Euro), für Grunderwerb im Zusammenhang mit dem Thema Asyl (400.000 Euro), für die Urnenwand im Friedhof Bilfingen (50.000 Euro), für die Bauumlage an den Schulverband Westlicher Enzkreis (346.000 Euro) und für Kanalsanierungen (150.000 Euro).

Außensanierung des Rathauses

Weitere Mittel stehen für die Planung der Bahnunterführung in Bilfingen und die Außensanierung des Rathauses Ersingen zur Verfügung. Rückblickend berichtete Bürgermeister Kleiner, dass der Schuldenstand auf einen Wert wie vor etwa 20 Jahren mit nur noch einer Million Euro zurückgeführt werden konnte, das sind 174 Euro je Einwohner. Zur Personalsituation machte Kleiner deutlich, dass die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter sehr hoch ist und, dass es trotz des hohen Engagements Arbeitsrückstände gebe. Zwischenzeitlich ist die Mitarbeiterzahl in der Kernverwaltung auf 7,5 Mitarbeiter gesunken. Der von der Gemeindeprüfungsanstalt GPA ermittelte Vergleichswert liege bei 1,8 Mitarbeitern je 1000 Einwohner. Ein GPA-Gutachten sei erstellt und werde dem Gemeinderat vorgelegt.