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Symbolbild dpa
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11.07.2018

Haushaltsbilanz: So geht es der Gemeinde Niefern-Öschelbronn finanziell

Niefern-Öschelbronn. Zahlen, Zahlen, Zahlen: Das ist die Welt des Finanzberaters Altan Günsoy, der dem Gemeinderat Niefern-Öschelbronn eine Haushaltsbilanz vorstellte, wie sie die Runde noch nicht erlebt hat.

Erstmals verfügt die Gemeinde nun über eine Aufstellung ihres gesamten Vermögens – das fängt bei der Bewertung aller Grundstücke, Häuser, Straßen an und hört bei den Finanzen auf. „Die Gemeinde kann eine sehr gute Bilanz vorweisen, eine tolle Basis für die jährlichen Etats“, sagte Günsoy

Er hat gemeinsam mit Kämmerin Erika Fischer die Eröffnungsliste für eine Buchhaltung der ganz anderen Art erarbeitet. Am Stichtag 1. Januar 2017 stellte die Gemeinde ihren Haushalt auf das neue Verfahren um, das im Gegensatz zu früher den jährlichen Verbrauch der Posten darstellt. Oft werde kritisiert, dass Gemeinderäte bei dieser sogenannten Doppik, der doppelten Buchführung in Konten, nichts mehr finden, sagte der Berater vom Büro ReweCon aus Korntal. „Doch diese Berechnungen stellen die Leistungskraft einer Kommune sehr durchsichtig dar“, sagte Günsoy.

Wie sieht nun das Vermögen der Gemeinde aus? Unterm Strich stehen rund 138 Millionen Euro. Rund 15 Millionen Euro ist zum Beispiel die Infrastruktur wert – Straßen, Brücken, Plätze. Rund 55 Millionen Euro schlagen in der Gemeinde. Und die Finanzen? Da werde wie erwartet die Kraft der Gemeinde deutlich, sagte CDU-Fraktionschef Udo Hummel. In Zahlen: elf Millionen Euro als flüssige Mittel, 28 Millionen Euro in Wertpapieren angelegt, 23 Millionen Euro als interne Kredite für Gemeindewerke und Abwasserbetrieb ausgewiesen. „Gigantische Werte, wie ich sie noch bei keiner Kommune gesehen habe“, staunte Finanzberater Günsoy. Für die Gemeinderäte kein Wunder: Niefern-Öschelbronn ist seit Jahrzehnten schuldenfrei und verfügt im Sparstrumpf meist über mehr als 30 Millionen Euro.

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