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Ein Baum ist am 23.02.2017 auf mehrere Autos in Ulm (Baden-Württemberg) gefallen.
Ein Baum ist am 23.02.2017 auf mehrere Autos in Ulm (Baden-Württemberg) gefallen. © dpa
24.02.2017

Heftiger Sturm trifft den Südwesten - Auch die Region und Pforzheim betroffen

Kräftige Sturmböen haben im Südwesten Bäume entwurzelt und zu Verkehrsbehinderungen geführt. Auch in der Region und Pforzheim musste die Feuerwehr am Donnerstagabend zu mehreren sturmbedingten Einsätzen ausrücken. Besonders die Bereiche Hohenwart, Schellbronn und Unterreichenbach seien laut Feuerwehr betroffen gewesen. Dort machten umgestürzte Bäume und Bauzäune Probleme. Zum Ausmaß der Schäden gibt es noch keine Informationen. Die Nacht verlief in der Region dann jedoch ruhig.

Noch offen ist, ob Stromausfälle sturmbedingt waren, die gegen 19 Uhr Knittlingens Stadtteil Kleinvillars und den Nachbarort Ölbronn betrafen. Rund eine Stunde mussten dort die Menschen ohne Strom auskommen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe mussten insgesamt etwa 20 umgestürzte Bäume von Einsatzkräften beseitigt werden, Schilder stürzten um. Dabei wurden nach Polizeiangaben sechs Autos leicht beschädigt. Personen sind laut Polizei dabei nicht zu Schaden gekommen.

In Dornhan im Kreis Rottweil stürzte am Donnerstag ein Podium bei einer Fasnachtsveranstaltung um und verletzte vier Menschen. Zunächst hatte die Polizei angenommen, es handle sich um ein Baugerüst. Eine 56-Jährige kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Ein siebenjähriges Mädchen und zwei 46 und 58 Jahre alte Frauen erlitten leichte Verletzungen. Das Podium soll beim Rosenmontagszug als Rednerbühne dienen und wieder aufgebaut werden.

Auf der Strecke der Kinzigtalbahn zwischen Wolfach und Schiltach wurde durch eine umgestürzte Tanne für rund zwei Stunden der Zugverkehr unterbrochen. Im Raum Reutlingen flogen Bauzäune auf eine Fahrbahn, verletzt wurde dadurch niemand.

Im Ulmer Stadtteil Wiblingen stürzte ein Baum um und beschädigte vier Autos. Insgesamt hätten sich die Sturmschäden aber in Grenzen gehalten, hieß es von der Polizei.

Der Deutsche Wetterdienst meldete für den Freitagvormittag noch starke, im Bergland stürmische Böen. In den höheren Lagen droht außerdem Glätte durch örtliche Schneeschauer. Für die kommende Nacht muss in Teilen des Landes mit Frost, Glätte und örtlichem Nebel gerechnet werden.