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Pfinztal © dpa
20.06.2014

Heimatgemeinde Pfinztal will Höhlenforscher porträtieren

Pfinztal/Berchtesgaden. Nach der Rettung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser freut sich sein Wohnort Pfinztal bei Karlsruhe auf die Rückkehr. «Wir haben in unserem Gemeindeblatt eine Rubrik "Menschen aus Pfinztal" und hoffen, dass er uns ein bisschen was erzählt und wir ihn da mal vorstellen können», sagte Hauptamtsleiter Wolfgang Kröner am Freitag.

Zwar sei Westhauser in der 17 700-Einwohner-Gemeinde erst durch das Unglück in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden bekanntgeworden. «Er lebt ja erst seit rund einem Jahr hier.» Dennoch hätten die Bewohner die Ereignisse in Bayern «mit großer Sorge» verfolgt.

Nun wolle die Verwaltung aber erst einmal ein Fax mit Genesungswünschen ins Krankenhaus nach Murnau schicken, wo der 52-Jährige liegt. Vermutlich sei auch Pfinztals Bürgermeisterin Nicola Bodner (parteilos) an einem Treffen interessiert, sagte Kröner der Nachrichtenagentur dpa.

Westhauser, der an Pfingsten bei einem Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, war in einer beispiellosen Aktion aus Deutschlands tiefster Höhle gerettet worden. Am Donnerstag um 11.44 Uhr, etwas mehr als 274 Stunden nach seinem Unfall in rund 1000 Metern Tiefe, sah er am Ausgang der Schachthöhle wieder Tageslicht.