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Ganz nach dem Motto „Großmutters Rezepte modern verpackt“, stellt die Kieselbronnerin Marina Schiller in ihrer Tortenmanfaktur Motivtorten, Cupcakes, Macarons und Kekse her – egal ob vegan, glutenfrei, laktosefrei oder klassisch und für jeden Anlass: Geburtstag, Hochzeit, Konfirmation und auch Kommunion, Jubiläum, Firmenevent und vieles mehr.
Ganz nach dem Motto „Großmutters Rezepte modern verpackt“, stellt die Kieselbronnerin Marina Schiller in ihrer Tortenmanfaktur Motivtorten, Cupcakes, Macarons und Kekse her – egal ob vegan, glutenfrei, laktosefrei oder klassisch und für jeden Anlass: Geburtstag, Hochzeit, Konfirmation und auch Kommunion, Jubiläum, Firmenevent und vieles mehr.
26.10.2018

Heimatstark: Kieselbronnerin zaubert in eigener Manufaktur kreative Torten

Rund oder eckig, knallbunt oder einfarbig, aufwendig dekoriert oder einfach nur schlicht – Torten können in den verschiedensten Formen, Größen und Geschmacksrichtungen vorkommen. Das weiß Marina Schiller aus Kieselbronn nur zu gut. Sie hat sich mit ihrem „Schillernden Tortenreich“ vor rund zwei Jahren selbstständig gemacht, steht seither nahezu tagtäglich in ihrer Küche. „Heimatstark“ hat sich den Arbeitsplatz der einstigen Hobby-Bäckerin angeschaut und sich mit ihr an einer PZ-Torte probiert.

Schokolade im Überfluss, unzählige Pralinen in groß und klein, Gummibärchen, Kekse und selbst gemachte Marmelade wohin das Auge reicht. In insgesamt vier Regalen sind die unterschiedlichsten Süßigkeiten untergebracht.

Nein, die Rede ist nicht etwa von einem Süßwarenladen. Es handelt sich auch nicht um die Schokoladenfabrik von Willy Wonka höchstpersönlich. Nein, die Rede ist vom Arbeitsplatz von Marina Schiller. Die Kieselbronnerin ist Inhaberin einer Tortenmanufaktur, hat ihr größtes Hobby – das Backen – im Januar 2017 zu ihrem Beruf gemacht. „Ich habe schon immer gerne in der Küche gestanden und gebacken“, sagt die ehemalige Deutsch- und Geografie-Lehrerin. „Doch irgendwann dachte ich mir, dass ich mehr als nur meine Freizeit damit verbringen will und holte mir bei der Handwerkskammer eine Ausnahmebewilligung.“

Das Ergebnis ist heute nicht zu übersehen: Seite an Seite mit den unzähligen Süßigkeiten, die immer mal wieder dekorativer Teil einer Torte werden, liegen über drei Dutzend Backformen in den Regalen. Neben ihnen: Zuckerstreusel, Schokosoße, Eierlikör, Fondant, Mehl, Zucker und Speisestärke. Zwei Backöfen, zwei Kühlschränke und mehrere Rührmaschinen auf der anderen Seite des Raumes machen aus dem wahrgewordenen Kindertraum eine nahezu ganz normale Küche. „So wie jetzt sah es hier aber nicht immer aus“, erklärt Schiller – eine Rührschüssel in der Hand. „Noch vor einigen Jahren war hier ein Partykeller, den wir komplett umgebaut haben.“ Statt lauter Musik laufen jetzt der Backofen und die Küchenmaschinen auf höchster Stufe. Alkohol fliest nur noch, wenn die Backwaren geschmacklich von ihm profitieren.

Schoko-Biskuit mit Brombeer-Creme-Füllung

An diesem Tag wird ein „Naked-Cake“ – extra für die „Pforzheimer Zeitung“ – gebacken. „Sie sind derzeit der absolute Renner. Immer wieder bestellen meine Kunden den nackten Kuchen“, sagt die Kieselbronnerin lachend, während sie den Teig für einen Schokobiskuit vorbereitet. Eier, Zucker und Wasser sind bereits in der Rührschüssel. „Das alles muss zuerst miteinander verrührt werden.“ Nach und nach kommen neben weiteren Zutaten Mehl, Kakaopulver und auch frische Vanille hinzu. Die Rührmaschine rattert laut – und fertig ist der hellbraune Teig. „Jetzt kommt er in die Form und dann ab in den Ofen“, sagt Schiller und lässt ihren Worten Taten folgen. Ein Blick in den Kühlschrank verrät, was nun zu tun ist: die Brombeer-Creme. Geschlagene Sahne und reiner Fruchtextrakt, „damit der Geschmack intensiver wird“, stehen neben weiteren „geheimen“ Zutaten. Wieder ein kurzes, lautes Geräusch der Maschine zu hören. Fertig ist die leicht süßliche und gleichzeitig erfrischend schmeckende Creme. Der Geruch von frisch gebackenem Teig liegt mittlerweile in der Luft, der Boden ist nach rund einer Stunde fertig durchgebacken. Er wird in vier verschiedenen Teilen abwechselnd mit der Creme in eine Form gestapelt. „Und nun zum besonders schönen Teil der Arbeit.“ Der Blick der Kieselbronnerin wandert auf den Tisch, auf dem frische Brombeeren, Heidelbeeren und Himbeeren liegen – und auch auf die unzähligen Süßigkeiten. Jetzt ist das kreative Dekorieren dran. „Genau deshalb habe ich jeden Tag aufs Neue jede Menge Spaß bei der Arbeit,“ sagt Schiller.