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Foto: Symbolbild © dpa
30.04.2015

Heimatstark: PZ stellt sechs besondere Wander-Routen in der Region vor

Die schönsten Flecken der Region entdeckt man am Besten beim Wandern. Die PZ stellt sechs etwas andere Routen vor, die neue Abenteuer versprechen, aber auch bekannte Sehenswürdigkeiten nicht auslassen. Ideal für Genießer, die gerne weite Blicke schweifen lassen, historisch Interessierte oder einfach nur Naturliebhaber.

Die GPX- und KML-Dateien können Sie sich herunterladen, indem Sie unter der jeweiligen Karte auf die Routennummer klicken.

„Dreikreisetour“

Route 2.987.156 - powered by www.wandermap.net

Strecke: 12,9 Kilometer; 340 Höhenmeter; mittlerer Schwierigkeitsgrad

Vom Wanderparkplatz Herzogenwäldle bei Sternenfels geht es gleich zu Anfang in Richtung Schlossbergturm hinauf und weiter durch Wald den Streitenbach entlang. Nach einigen Kilometern erreicht man den Füllmenbacher Hof und wandert von dort auch durch die Landkreise Heilbronn und Ludwigsburg zurück in Richtung Sternenfels. Eine der schönsten Aussichten ergibt sich am Ende der Tour an der Burg Sternenfels. Der Wasserturm wurde 1967 im Stil eines mittelalterlichen Bergfrieds errichtet. Danach geht es bergab zum Startpunkt zurück.

Eisinger Tief- und Weitblick

Route 2.986.986 - powered by www.wandermap.net

Strecke: 9,3 Kilometer; 130 Höhenmeter; leichter Schwierigkeitsgrad

Mit Start in Göbrichen führt diese Route direkt zum Eisinger Loch. Das alte Eisinger Loch, das 1527 eingebrochen ist, ist heute 21 Meter tief und 43 Meter lang. Zum Boden des Naturdenkmals gelangt man über eine steile Steintreppe, wo man die verschiedenen Gesteinsschichten des Muschelkalks begutachten kann. Trotz der regelmäßigen Kontrollen des Lochs ist beim Abstieg jedoch Vorsicht geboten. Das neue Eisinger Loch in unmittelbarer Nähe besteht seit fast 50 Jahren. Herabstürzende Steine füllen die ursprünglich rund 50 Meter tiefe Doline aber nach und nach wieder auf. Nach Einblicken in die Tiefe führt die Route weiter durch die Weinberge oberhalb von Eisingen mit Ausblick auf die Gemeinde. Kurz vor Stein geht es durch den Neulinger Grund an Wald und Wiesen vorbei zurück nach Göbrichen.

Durch die feinen Reben Kelterns

Route 2.986.960 - powered by www.wandermap.net

Strecke: 11 Kilometer; 130 Höhenmeter; leichter Schwierigkeitsgrad

Diese Route startet zwischen dem Arlinger und Dietlingen und führt zunächst über den Steinbruch durch den Wald in Richtung Ranntal. Die Kehrtwende nach rund sechs Kilometern bringt den Wanderer auf eine schöne Tour durch die Weinberge Kelterns mit tollem Ausblick auf Ellmendingen, Dietlingen und Umgebung.

Auf den Spuren der alten Herren von Würm

Route 2.986.918 - powered by www.wandermap.net

Strecke: 12,3 Kilometer; 220 Höhenmeter; mittlerer Schwierigkeitsgrad

Los geht es am Pforzheimer Seehaus. Von dort führt die Tour knapp vier Kilometer durch den Wald bis zur Ruine Liebeneck. Diese ehemalige Burg wurde 1236 das erste Mal urkundlich erwähnt und befand sich unter anderem im Besitz der Leutrums, den ehemaligen Herren von Würm. 1692, im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs, wurde die Anlage niedergebrannt. Bis 1977 wurde der Bergfried renoviert. Hinter der Ruine führt ein steiler Pfad ins Würmtal hinab. Flussabwärts geht es bis zum Ortsausgang des Pforzheimer Stadtteils Würm – und nach rund neun Kilometern den Bismarck- und den Seehauspfad steil hinauf zurück in Richtung Seehaus.

Singend zum „schönsten Wiesengrund“

Route 2.986.934 - powered by www.wandermap.net

Strecke: 11,1 Kilometer; 400 Höhenmeter; mittlerer Schwierigkeitsgrad

Diese Streckenwanderung des Schwarzwaldvereins startet am Bahnhof Neuenbürg und führt zunächst auf das Schloss. Danach geht es hinunter in den Ortskern und über den Panoramaweg und die mittlere Steige zur Schwanner Warte, von der man bei guter Sicht auch den Speyrer Dom im Rheintal sehen kann. Hinter Schwann erwartet den Wanderer der „Schönste Wiesengrund“: Ein Wiesental, das dem Dichter Wilhelm Ganzhorn als Vorlage des gleichnamigen heutigen Volkslieds gedient haben soll. Kurz nach dem Gasthaus „Rössle“ in Connweiler, wo Ganzhorn die 13 Strophen des Gedichts für seine Verlobte geschrieben haben soll, endet die Tour. Zurück in Richtung Neunbürg geht’s mit den Buslinien 708 und 717.

Auf historischen Linien

Route 2.987.171 - powered by www.wandermap.net

Strecke: 11,5 Kilometer; 120 Höhenmeter; leichter Schwierigkeitsgrad

Überwiegend auf geschotterten und geteerten Wegen geht es am Ortsausgang Wiernsheim Richtung Mönsheim zunächst in Richtung Wurmberg. Von dort kann man bei guter Sicht den Speyrer Dom im Rheintal sichten. Weiter führt die Tour nach Mönsheim am Paulinensee vorbei. Auf dem Rückweg nach Wiernsheim ist ein Graben am Waldrand zu sehen. Dieser gehörte zur Eppinger Verteidigungslinie, die das Hinterland vor den Angriffen französischer Truppen während des Pfälzer Erbfolgekrieges schützen sollte. Sie wurde von 1695 bis 1697 unter dem Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, auch als „Türkenlouis“ bekannt, errichtet.