nach oben
18.11.2015

Heimsheim packt Stadtentwicklung an

Bausünden vergangener Jahre, fehlende Aufenthaltsqualität und zu wenig Leben im Heimsheimer Stadtkern: Die Heimsheimer hatten bei einer Befragung bezüglich der aktuellen Situation im Stadtkern einiges zu bemängeln.

Nun soll die Stadtentwicklung in Heimsheim vorangetrieben werden. Stadtplaner Manfred Metzger, Geschäftsführer vom Büro „mquadrat“, stellte bei der Gemeinderatssitzung neben den Ergebnissen der Bestandsanalyse konkrete Projekte sowie die Ergebnisse der Bürgerbefragung vor. Vor allem der Erhalt und die Aufwertung der historischen Gebäude und die Beibehaltung des Marktplatzes an der jetzigen Stelle wurden von den Bürgern gewünscht. Seniorengerechte Wohnungen, eine Umgestaltung der Ortseingänge sowie Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer waren weitere Vorschläge der Befragten. Insgesamt sechs Projekte wurden vorgestellt.

Der Schlossgarten, der derzeit als Wiese und Pferdekoppel genutzt wird, soll teilweise bebaut werden. Soziales und betreutes Wohnen als Teil der Öffentlichkeit soll entstehen und somit die Bedürfnisse der älteren Generation befriedigen. Dabei wird beachtet, dass die Bebauung den Blick auf die Schlösser nicht einschränkt und der Schlossgarten öffentlich zugänglich bleibt. Eine weitere interessante Entwicklungsmöglichkeit bietet der momentan als Parkplatz genutzte Luna-Park an der Pforzheimer Straße. Hier soll ein Planungswettbewerb zur bestmöglichen Lösung führen. Ein Nutzungsmix aus Gebäuden für Einzelhandel, Gastronomie, Praxen und Büros und der Bau eines zentralen Platzes ist vorstellbar.

Der heutige Marktplatz bietet aufgrund von beengten Parkplatzverhältnissen, der Neigung und seiner heutigen Nutzung wenig Aufenthaltsqualität. Die Idee des Planungsbüros ist eine einheitliche Pflasterung des Platzes, Sanierung des Brunnens und das Aufstellen zusätzlicher Bänke. Außerdem sollen Hauptstraße und Mönsheimer Straße neu gestaltet und begrünt werden. Zwei überfahrbare Kreisverkehre könnten die Kreuzungen ersetzen. Eine Überlegung ist außerdem, die Pforzheimer Straße von Landesstraße zu Gemeindestraße zurückzustufen. Auch der Schlosshof soll attraktiver werden und nicht länger nur als Parkplatz dienen.