nach oben
03.05.2017

Heimsheim plant bei Kindergarten großzügig

Heimsheim. Mit der Entscheidung für einen fünfgruppigen Kindergarten hat der Heimsheimer Gemeinderat die Entwurfsplanung für einen Neubau in Auftrag gegeben.

Bereits im März hatte sich das Gremium mit der ersten Idee zu einem Kindergartenneubau im Beriech Lailberg beschäftigt und dabei über eine zweigeschossige oder zweieinhalbgeschossige Bauweise gesprochen, um über einen großzügigeren Außenbereich verfügen zu können. Planer Markus Gräter von den Baldauf Architekten stellte dem Gremium nun Kostenschätzungen für unterschiedlich große Kindergärten vor. „Es macht Sinn, verschiedene Räume heute schon vorzuhalten, falls der viergruppige Kindergarten auf fünf Gruppen erweitert werden soll“, erklärte Gräter zum Raumkonzept.

So veranschlagte er in seiner Schätzung knapp 2,2 Millionen Euro für vier Gruppen, über 2,3 Millionen Euro für den Bau mit Erweiterungsoption und 2,6 Millionen für die Variante mit fünf Gruppen. Bei der Erweiterungsoption kämen dann noch die Kosten für den Anbau hinzu. „Wir haben genügend Kindergärten, die energetisch zu sanieren sind“, merkte Gemeinderat Stefan Adelmann (FWV) an und tendierte zum fünfgruppigen Kindergarten. Er schlug langfristig eine Umstrukturierung vor, um die Kinder eher im neuen Kindergarten unterzubringen.

Gemeinderat Walter Gommel (UWV) machte darauf aufmerksam, dass die komplette Planung mit Bau von fünf Gruppen günstiger sei, als vier Gruppen mit späterem Anbau und gab ebenfalls der großen Version den Vorzug. Gemeinderat Ralf Rüth (CDU) hatte allerdings an den hohen Zahlen zu schlucken. „Sind wir in der Luxuslage, dass wir gleich so groß bauen“, stellte er hinsichtlich weiterer Aufgaben in der Gemeinde in den Raum. Er befürwortete eher den Bau mit Option zur Erweiterung. Auch Gemeinderätin Sabine Kiedaisch (BfH) war zunächst für vier Gruppen, da bei Auflösung eines alten Kindergartens mehr als eine zusätzliche Gruppe nötig wäre. Bürgermeister Jürgen Troll erklärte, dass durch ein neues Baugebiet zunächst eine Welle von Kindern zu erwarten sei. Erst später gehe es darum, einen alten Kindergarten zu schließen. Außerdem habe die Gemeinde auch noch eine Notgruppe, die schon früher übernommen werden könnte. Er merkte außerdem an, dass die Kapazitäten ausgeschöpft seien.

„Die Wachstumsprognose des Landes trifft bei uns einfach nicht zu, wir sind schneller gewachsen“, sagte Troll. Auf die Frage nach möglichen Fördermitteln erklärte der Bürgermeister, dass dies erst mit der Entwurfsplanung abgefragt werden könne. Das Gremium stimmte schließlich mehrheitlich für die weitere Planung eines fünfgruppigen Kindergartens. Auf der Tagesordnung stand außerdem die Erweiterung der Betreuungszeiten im Kindergarten Heerstraße. Zukünftig soll es neben der verlängerten Öffnungszeit mit 30 Stunden Betreuung von 7.30 bis 13.30 Uhr auch die Möglichkeit geben, die Betreuung mit 35 Stunden zu wählen, so dass das Kind von Montag bis Freitag bis 14.30 Uhr im Kindergarten bleiben kann. Ein vollwertiges Mittagessen ist nicht vorgesehen, dafür aber ein zweites Vesper. In der nächsten Sitzung wird die Änderung der Gebührensatzung auf der Tagesordnung stehen.