nach oben
Wieder eine Baustelle: Bei Arbeiten am Dach sind vor einigen Wochen Mängel beim Brandschutz entdeckt worden. Die Schule bleibt fürs Erste geschlossen.
Wieder eine Baustelle: Bei Arbeiten am Dach sind vor einigen Wochen Mängel beim Brandschutz entdeckt worden. Die Schule bleibt fürs Erste geschlossen.
Der Umbau der Gustav-Heinemann-Schule – hier ein Bild der Bauarbeiten 2005 – machte aus der Einrichtung des Enzkreises in Pforzheim eine Schule für Geistig- und Körperbehinderte.Fotos: Seibel, Archiv/Meyer
Der Umbau der Gustav-Heinemann-Schule – hier ein Bild der Bauarbeiten 2005 – machte aus der Einrichtung des Enzkreises in Pforzheim eine Schule für Geistig- und Körperbehinderte.Fotos: Seibel, Archiv/Meyer
25.07.2017

Heinemann-Schule: Baumängel und heimatlose Schüler

Aufregende vier Wochen liegen hinter den Schülern der Gustav-Heinemann-Schule für Geistig- und Körperbehinderte in Pforzheim. Vor einem Monat musste Landrat Karl Röckinger die Schule in der Pforzheimer Nordstadt von einem Tag auf den anderen schließen. Die Zukunft des Gebäudes ist unklar. Bei Untersuchungen entdeckte das Landratsamt ganz erhebliche Mängel beim Brandschutz. Die rund 80 Schüler wurden bis zum Beginn der Sommerferien auf mehrere Schulen verteilt. Doch wie geht es Mitte September im neuen Schuljahr weiter? „Noch ist keine Entscheidung gefallen“, sagt Röckinger.

Der Krisenstab des Kreises unter Leitung des Dezernenten Frank Stephan analysiere, welche Ersatzräume geeignet wären. Es zeichne sich ab, dass die geistig- und körperbehinderten Schüler vorläufig an zwei getrennten Standorten unterrichtet werden, so der Landrat auf Anfrage der PZ. Offen sei aber, wie es mit dem gesperrten Gebäude der Heinemann-Schule künftig weitergeht.

Gravierende Mängel

Aus Sicht des Landrats wäre es der schlechteste Fall, müsste das Haus abgerissen und die Schule wieder neu aufgebaut werden. Das sagte Röckinger bereits, als er Ende Juni über die gravierenden Mängel informierte. Der Enzkreis sei für Fehler bei den Brandschutzeinrichtungen nicht verantwortlich, so Röckinger damals: „Wir haben für den Umbau bis zur Einweihung 2006 die ‚Architektur Stadtplanung as GmbH‘ in Pforzheim als Generalplanerin beauftragt, der auch die Bauaufsicht oblag.“ Wie verhält sich nun aber die Planungsgesellschaft in diesem Brandschutzfall? Das Unternehmen as habe sich dieser Tage bei ihm gemeldet, so der Kreischef auf Nachfrage – „die Firma möchte uns in sehr konstruktiver Art begleiten.“ Dem Büro sei es wichtig, dass „wir gemeinsam die Mängel im Schulgebäude untersuchen und daran arbeiten, das wieder in Ordnung zu bringen“, sagt der Landrat.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.