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Der herrenlose Koffer entpuppte sich schließlich als harmlos: Es befanden sich lediglich Kleider in ihm. 
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Wegen eines herrenlosen Koffers wurde in Kieselbronn ein Asylheim evakuiert. Die Straße war weiträumig abgesperrt. 

Herrenloser Koffer: Kieselbronner Asylunterkunft evakuiert - LKA-Spezialisten im Einsatz

Kieselbronn. Eine Asylunterkunft an der Bahnholzstraße in Kieselbronn musste am Dienstagabend komplett evakuiert werden, außerdem rückten Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) in Stuttgart an. Grund dafür war ein herrenloser Koffer, der sich im Verlauf des Einsatzes als harmlos entpuppte.

Der Reisekoffer war um 18.25 Uhr vor dem Eingangsbereich der Unterkunft in der Nähe der Feuerwache abgestellt und von einem Bewohner entdeckt worden – allerdings konnte er niemandem zugeordnet werden. Deshalb wurde die Unterkunft sicherheitshalber evakuiert. Die rund 15 Bewohner des Asylheims, davon sieben Kinder, kamen im benachbarten Kronenschulhaus unter und wurden dort vom DRK betreut. Außerdem wurden weitere Anwohner der Bahnholzstraße vorläufig aus der Gefahrenzone gebracht. Die Straße war während des Einsatzes weiträumig abgesperrt, eine extra angereiste Hundestaffel der Polizei sorgte dafür, dass niemand den abgesperrten Bereich betreten und sich so in Gefahr bringen konnte.

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Herrenloser Koffer: Asylheim evakuiert

Sogenannte Delaborierer des LKA eilten herbei, um den Koffer zu überprüfen und eine eventuelle Gefahr durch eine Bombe zu bannen. „Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um Sprengstoff handelt, werden immer Delaborierer zugezogen“, so ein Polizeisprecher. Der Kieselbronner Bürgermeister Heiko Faber war ebenfalls vor Ort, um die Unterbringung der Flüchtlinge zu organisieren und sich ein Bild von der Lage zu machen. „Hoffentlich stellt sich heraus, dass es nur eine ungeschickte Kleiderspende ist“, bangte er zwischenzeitlich. Und Faber sollte Recht bekommen: Die Spezialisten des LKA gaben Entwarnung, es befanden sich lediglich Kleidungsstücke im Koffer.

Alle Bewohner des Asylheims sowie der angrenzenden Gebäude konnten noch am Abend gegen 21.30 Uhr zurück in ihre Wohnungen.

Insgesamt war die Polizei neben den Delaborierern mit vier Streifen und acht Beamten im Einsatz. Das DRK war mit Rettungswagen, einem Notarztteam, dem organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes, einem leitender Notarzt, der Kreisbereitschaftsleitung und ehrenamtlichen Helfern des DRK Ortsvereins Kieselbronn vor Ort. Sowohl Polizei als auch Bürgermeister Faber lobten die gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.

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