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In Wimsheim sollen die besten Obstbäume des Enzkreises stehen: Walter Morell (links) und Berthold Lauser testen das gerne. Foto: Fischle
In Wimsheim sollen die besten Obstbäume des Enzkreises stehen: Walter Morell (links) und Berthold Lauser testen das gerne. Foto: Fischle
16.08.2018

Herrenloses Obst unter dem Hammer: Wimsheim versteigert ungenutzte Früchte

Wimsheim. Die Gemeinde versteigert aktuell ungenutzte Früchte von eigenen Grundstücken. Denn viele Streuobstwiesen prägen auch das Bild der Heckengäu-Gemeinde.

Weil sie vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, legen das Landratsamt des Enzkreises und die Wimsheimer großen Wert auf die Erhaltung dieser Flächen. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass die Früchte geerntet und genutzt werden. An dieser Stelle setzt die Gemeinde mit ihrem jährlichen Allmandobstverkauf an.

Dabei wird die Ernte gemeindeeigener Grundstücke versteigert. Und auch Privatbesitzer können hier Abnehmer für ihr Obst finden. „Sinn der Sache ist es, Leuten, die sonst keine Chance dazu haben zu ernten, die Möglichkeit zu geben, damit das Obst verwertet wird“, erklärte Kämmerer Anton Dekreon.

Zehn Obstliebhaber kamen vergangenen Mittwochabend zum Allmandobstverkauf ins Wimsheimer Rathaus. Die Startgebote betrugen einen Euro, das Spitzengebot über zwölf Euro kam in diesem Jahr von Saskia Hintz für die beliebte Wiese neben dem örtlichen Sportverein.

Besonders fleißig bot Berthold Lauser mit. Und er wusste auch schon genau, was er mit dem Obst vorhat: „Das gibt wieder Most,“ freute er sich. Mit seinem Fallobstmost aus Wimsheim verköstigte er zuvor die versammelte Runde im Rathaus.

Auf der Internet-Plattform www.streuobstwiesen-boerse.de können Streuobstwiesen kostenlos zur Ernte angeboten oder gefunden werden.

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