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Großflächig ging ein Unbekannter in der Königsbacher Bahnunterführung – hier ein Panoramabild des eigentlich kurzen Tunnels – die Bundeskanzlerin persönlich an. Weil eine Parole ein unverhohlener Mordaufruf war, ermittelt die Pforzheimer Kriminalpolizei. Zeugen, die Hinweise auf den oder die Verursacher geben können, können sich unter der Rufnummer (0 72 31) 186-0 melden. Fotos: Privat
Großflächig ging ein Unbekannter in der Königsbacher Bahnunterführung – hier ein Panoramabild des eigentlich kurzen Tunnels – die Bundeskanzlerin persönlich an. Weil eine Parole ein unverhohlener Mordaufruf war, ermittelt die Pforzheimer Kriminalpolizei. Zeugen, die Hinweise auf den oder die Verursacher geben können, können sich unter der Rufnummer (0 72 31) 186-0 melden. Fotos: Privat © Privat
Zerstörte Plakate wie dieses der CDU in Königsbach gehören dagegen für alle Parteien fast schon zum Alltag.
Zerstörte Plakate wie dieses der CDU in Königsbach gehören dagegen für alle Parteien fast schon zum Alltag.
21.08.2017

Hetze an der Tunnelwand - Anzeigen nach Drohungen gegen die Kanzlerin in Königsbach

Wahlplakate werden bekritzelt, besprüht, geknickt, zerfleddert, abgerissen oder geklaut. Das ist ein Phänomen, mit dem alle Parteien seit längerem rechnen müssen. Die PZ hat vergangene Woche über aktuelle Beispiele berichtet.

Doch was CDU-Mitglieder in Königsbach-Stein am Wochenende in der Bahnunterführung zum Wohngebiet „Im Steidig“ entdeckt haben, geht ihrer Ansicht nach weit über ärgerliche Zerstörungswut hinaus. An den Tunnelwänden waren in großen Lettern persönliche Hassparolen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgetaucht. Weil eine davon ein offener „Aufruf zum politischen Mord“ war, wie der Ortsvorsitzende der Union, Erich H. Franke, feststellt, liegt dieser Fall nun der Polizei vor.

Es hat dabei mehr als eine Anzeige gegeben. Franke sieht in den Schmierereien eine Grenze überschritten. Die anderen demokratischen Parteien in der Gemeinde wisse er in dieser Hinsicht an seiner Seite, so Franke. Und auch sein Kreisvorsitzender, der Bundestagsabgeordnete der Union Gunther Krichbaum, hat bei der Polizei vorgesprochen. „Widerwärtig und unsäglich“ findet er die Hetzparolen an der Tunnelwand. Und die härteste unter ihnen wertet Krichbaum als klaren Fall für das Strafgesetzbuch – nämlich als öffentlichen Aufruf zu einer Straftat nach Paragraf 111.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Testy
21.08.2017
Hetze an der Tunnelwand - Anzeigen nach Drohungen gegen die Kanzlerin in Königsbach

Stand da mehr als "Merkel = Krieg = Islam", oder erschließt sich mir einfach nicht, wo darin der „Aufruf zum politischen Mord“ ist bzw. nach Krichbaum "öffentlichen Aufruf zu einer Straftat". Wenn ich das lese, dann sagt der/die Schmierer/in, dass Frau Merkel für Krieg und Islam steht. Die Straftat ist doch nur die Meinungsäußerung durch Sachbeschädigung der Unterführung? mehr...

spirit
22.08.2017
Hetze an der Tunnelwand - Anzeigen nach Drohungen gegen die Kanzlerin in Königsbach

Einfach lächerlich die Aufregung, Steurgelder Verschwendung das sich die Polizei beschäftigen muss. Wenn etwas von AfD und Nazis an der Wand gestanden hätte, würden die gleichen die sich jetzt so aufregen die Klappe halten, was auch besser so wäre. mehr...

Sticker
22.08.2017
Hetze an der Tunnelwand - Anzeigen nach Drohungen gegen die Kanzlerin in Königsbach

Im Artikel wird von Parolen gesprochen. Abgebildet ist allerdings nur eine. Da fehlen wichtige Informationen zu Aussagen, welche im Artikel zu lesen sind. Ist mal wieder eine Glanzleistung der PZ. Gruß Sticker mehr...

Realist01
22.08.2017
Hetze an der Tunnelwand - Anzeigen nach Drohungen gegen die Kanzlerin in Königsbach

Ich wüsste nicht wie diese Parole eine Drohung darstellen kann. mehr...