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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Bei der Bilfinger Rathausstürmung musste Schultes Udo Kleiner nach der Schlüsselübergabe sein handwerkliches Talent unter Beweis stellen. Foto: Manfred Schott
Bei den Tiefenbronner Schmellenhopfern steht bis Aschermittwoch alles Kopf – sogar der Narrenbaum. Foto: Lachenmaier
10.02.2018

Hexen und Narren übernehmen Kommando in Bilfingen und Tiefenbronn

Kämpfelbach-Bilfingen, Tiefenbronn. Die Narren gehen in den Endspurt. Weitere Rathäuser wurden gestürmt in Weiler und Bilfingen. Und auch die Narrenbaumtaufe in Tiefenbronn weckt das Interesse der Zuschauer.

Bildergalerie: Narren, Hexen und Trolle stürmten Bilfinger Rathaus

Die Narrenbündler des Kakadu, die Schildwachhexen, die Trolle von der hohen Ebb, die Gardemädels und andere Kommunalrevoluzzer für die närrische Freiheit in Bilfingen näherten sich am Freitag um 10 Uhr nicht ganz leise dem Rathaus. Was soll das denn werden, fragten sich die gespannten Zuschauer: Schaffhexen rückten an mit Holzstamm, Sägebock und einem Schubkarren voller Erde. Die kippten sie direkt vor dem Rathaus aus. Als die Schildwachhexen den Baumstamm schnappten und mit ihm als Rammbock die Rathaustreppe stürmten, war klar: Die drinnen sollten sich schleunigst ergeben. Das Rathausteam hatte es gleich kapiert, es riss die Tür auf und ergab sich widerstandslos seinem Schicksal. Schultes Udo Kleiner streckte schon den Rathausschlüssel in die Höhe, um ihn dem Prinzenpaar Romana I. und Yannik I. zu übergeben. Zeremonienmeister Tim Wundschuh machte klar: „Dieses Jahr gibt’s keine Fesseln.“ Mit Blick auf die kommenden vielen Baustellen im Ort, sollte der Rathauschef vielmehr sein handwerkliches Talent unter Beweis stellen. Statt Reden hieß es Säge, Hammer und Schippe schwingen. Kleiner konnte es. So stand einer Narrenstärkung nichts mehr im Wege.

Bildergalerie: Narrenbaumtaufe in Tiefenbronn

Gerade noch rechtzeitig vor Beginn der heißen Phase, wurde am Freitagabend bei den Tiefenbronner Schmellenhopfern die Narrenbaumtaufe vollzogen. Nahezu 300 Hästräger aus den Zünften der Schmellenhopfer, Gemmingenhexen, Tiefenbronner Teufel, Brunnengeister, Zottelböck, Lehninger Guguge, Mühlhausener Bandle sowie die Dorfdira wohnten dem Spektakel bei.

Da bei den Schmellenhopfern bis Aschermittwoch alles Kopf steht, wurde auch der Narrenbaum verkehrt herum, also mit den Wurzeln nach oben, aufgestellt. Mit den Hymnen der einzelnen Zünfte wurden dann deren Zunftzeichen am Baum angebracht. Nach der Baumtaufe durch Prinz Thomas I. wurde im Narrendorf bei der Gemmingenhalle noch kräftig gefeiert.