Sonja in Bauschlott
Zum Schutz der Anwohner vor Verkehrslärm überwacht „Sonja“ aktuell die seit dem letzten Jahr auf Tempo 30 beschränkte Ortsdurchfahrt von Bauschlott. (enz)

Hier macht Blitzer "Sonja" bald wieder Jagd nach Verkehrssündern

Neulingen-Bauschlott. Sie ist wieder zu Gast im Enzkreis und hat in dieser Woche die Ortsdurchfahrt von Bauschlott im Visier: die teilstationäre Blitzeranlage - landläufig auch unter ihrem Modellnamen „Sonja“ bekannt. Sie ist auf einem Anhänger installiert und damit mobil, um regelmäßig an verschiedenen Stellen Geschwindigkeitsüberschreitungen der Verkehrsteilnehmer zu ahnden.

Mit der Umsetzung des Lärmaktionsplans der Gemeinde Neulingen wurde im vergangenen Jahr auf einem rund 500 Meter langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt in Bauschlott Tempo 30 angeordnet. Damit diese zulässige Höchstgeschwindigkeit von den Verkehrsteilnehmern nicht überschritten wird, kommt die mobile Anlage dort nun aktuell und auch zukünftig zum Einsatz.  

„Die B 294 hat als Bundesstraße mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung von mehr als 16.000 Kraftfahrzeugen eine wichtige Verkehrsbedeutung“, sagt Oliver Müller, Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes im Landratsamt. „Sie bedeutet für die Anwohner aber auch eine Verkehrslärmbelastung, welche durch Tempo 30 reduziert wird.“ Die Verkehrsteilnehmer müssen ihr Geschwindigkeitsverhalten jedoch auch tatsächlich anpassen und für den geschwindigkeitsreduzierten Bereich sensibilisiert werden. Dies ist laut Verkehrsbehördenleiter Oliver Müller die erklärte Absicht der jetzigen Maßnahme. „Denn Verkehrslärm ist nachweislich gesundheitsschädlich."

Mit dem Einsatz von Sonja hat die Behörde bisher überall im Enzkreis gute Erfahrungen gemacht. „Die meisten Fahrer sind bereits nach dem ersten Einsatztag von Sonja deutlich vorsichtiger unterwegs“, beschreibt er die Auswirkungen. Diesen positiven Effekt erhofft sich Müller auch in Bauschlott und das nicht nur am Tag, sondern auch in den Nachtstunden. Denn Sonja ist rund um die Uhr aktiv. Und das Landratsamt überprüft die Anlage und damit auch das Verkehrsverhalten der Teilnehmer täglich. Müller betont: „Uns geht es in diesem Bereich nicht darum, die Autofahrer zur Kasse zu bitten, sondern ausschließlich um mehr Akzeptanz für den Lärmschutz und um den Nebeneffekt einer besseren Verkehrssicherheit.“ Denn schon die Wahrnehmung der nicht gerade unauffälligen "Sonja" ist Teil des nachhaltigen und erfolgreichen Gesamtkonzepts der Enzkreis-Verkehrsüberwachung.