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Die Nagold führt wie hier bei der Pforzheimer Stadtkirche gewaltige Wassermassen – doch eine Überflutung bleibt aus. Rainer Single freut sich, dass die Region nach dem vielen Regen glimpflich davon gekommen ist. Anders als andere Teile Baden-Württembergs. Foto: Seibel
Die Nagold führt wie hier bei der Pforzheimer Stadtkirche gewaltige Wassermassen – doch eine Überflutung bleibt aus. Rainer Single freut sich, dass die Region nach dem vielen Regen glimpflich davon gekommen ist. Anders als andere Teile Baden-Württembergs. Foto: Seibel
30.05.2016

Hochwasser hat viele Gründe - und der Kampf dagegen ist teuer

Pforzheim/Enzkreis. Von den Flutdramen im Land sind Pforzheim und der Enzkreis dieses Mal verschont geblieben. Frühere Hochwasser sind aber Warnung vor Regenmassen genug.

Die Nagold ist nach den jüngsten heftigen Regenschauern ein breiter, brauner Strom, der die Ränder seines Flussbetts überspült und mit Kraft und Tempo einige Wellen schlägt. Aber der Fluss überflutet die Städte und Gemeinden nicht. Die Region ist im Gegensatz zu anderen Teilen Baden-Württembergs glimpflich davongekommen. Und das trotz satten 49 Litern Regen pro Quadratmeter, die in den vergangenen Tagen gefallen sind. Im so stark betroffenen Schwäbisch Gmünd waren es 57 Liter pro Quadratmeter. Während der Regen im Nordschwarzwald über viele Stunden fiel, leerten die Gewitterwolken ihre Last über Schwäbisch Gmünd in nur zwei Stunden. Vor fast genau einem Jahr musste das Bretten erleben, als sich eine Unwetterzelle genau über der Stadt austobte und sie unter Wasser setzte. Damals fielen bis zu 105 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde.

Das zweite Hauptrisiko sind tagelange Regenfälle, die den Boden so mit Nässe sättigen, dass er irgendwann kein Wasser mehr aufnimmt und alles in die Täler schießt. Auf diese Weise war die Flut vom 1. Juni 2013 mit damals rund 50 Litern Regen pro Quadratmeter entstanden, die 24 von 28 Enzkreis-Gemeinden, Pforzheim und Bretten getroffen hat. Kleine Bäche können manchmal wie zwischen Schömberg und Unterreichenbach 1999 für zerstörerische Flutwellen sorgen. Gegenmaßnahmen brauchen gründliche Vorarbeit. Und die Umsetzung kann teuer sein.

Mehr darüber lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.