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20.07.2017

Hochwasserrückhaltebecken in Remchingen wird modernisiert

Remchingen. Zweimal in den zurückliegenden 30 Jahren hat das Hochwasser in Remchingen zugeschlagen. Im Dezember 1993 und im Juni des Jahres 2013 kam es jeweils zu einem Hochwasser mit katastrophalen Überschwemmungen und immensen Schäden in den Ortsteilen von Remchingen. „Für uns war klar, zum Schutz der Einwohner das bisherige Hochwasserrückhaltebecken einer strengen Überprüfung zu unterziehen.

So etwas darf sich nicht wiederholen“, betonte der Remchinger Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. Als das Ergebnis der Flussgebietsuntersuchung ergab, dass der Hochwasserschutz aus einer hundertjährigen Perspektive heraus nicht mehr gewährleistet sei, beantragte die Gemeinde die Sanierung und Erweiterung. Die Gesamtkosten betragen 6,14 Millionen Euro. Das Land fördert dieses Projekt mit 4,28 Millionen Euro. Davon wird das bestehende Dammbauwerk auf eine Länge von rund 300 Metern und eine Höhe von 174,75 Metern vergrößert, so dass der Rückhalteraum von 160 000 Kubikmeter auf 550 000 Kubikmeter ansteigt.

„Selbstverständlich unterstützt das Land solch eine Maßnahme. Die naturnahe Gestaltung und die vorausgegangene Beteiligung der Öffentlichkeit sorgen für eine hohe Akzeptanz dieser Umsetzung“, bestätigte die Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann. Gemeinsam mit ihrem Landtagskollegen von der FDP, Erik Schweickert, wird sie am Spatenstich teilnehmen. Schweickert betont: „Ich freue mich, dass dieses Projekt so schnell umgesetzt wird und die Menschen in Remchingen nun sicher sind vor gefährlichem Hochwasser.“ Zudem haben die Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) ihre Teilnahme angekündigt. „Wir freuen uns, möglichst viele Menschen am 24. Juli um 15 Uhr beim Spatenstich begrüßen zu dürfen“, sagte Bürgermeister Prayon und fügt hinzu: „So eng wie wir als Gemeinschaft beim letzten Hochwasser zusammengestanden haben, so sehr haben sich alle Remchinger diese kleine Feierlichkeit verdient.“