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Meist gibt es eine Urkunde, andere Kommunen hängen ihren Ehrenbürgern aber auch Metall um. Foto: dpa-Archiv
Meist gibt es eine Urkunde, andere Kommunen hängen ihren Ehrenbürgern aber auch Metall um. Foto: dpa-Archiv
13.04.2018

Höchste kommunale Auszeichnung: Was bringt eigentlich die Ehrenbürgerschaft?

Enzkreis. Nur wenige erhalten die höchste kommunale Auszeichnung. Die PZ fragt einige, wie es sich als Ehrenbürger im eigenen Ort so lebt.

Sich in Mühlacker für die Stadt weit über das übliche Maß verdient zu machen, lohnt sich doppelt: Zu Lebzeiten und beim Tod. Wer Besonderes für die Allgemeinheit leistet, erhält bei Beschluss des Gemeinderats nicht nur die Ehrenbürgerschaft und damit – wie in vielen anderen Kommunen – Einladungen zu großen Anlässen wie Stadtjubiläen, dem Neujahrsempfang oder wie vor knapp zwei Jahren zur Gartenschau. „Privileg ist ein Ehrengrab auf einem unserer Friedhöfe“, sagt der städtische Pressesprecher Gerhard Maresch.

In Ötisheim rentiert sich der Status sogar für die Hinterbliebenen. Für die Grabnutzung werde bei Ehrenbürgern keine Gebühr erhoben, sagt Bürgermeister Werner Henle. Zudem komme die Gemeinde unter Umständen und in Rücksprache mit den Angehörigen auch für die Grabpflege auf. Daran denkt Walter Halbich aber noch lange nicht. 2002 erhielt er die Ehrenbürgerwürde. „Es ist schön, so im Alter nicht in Vergessenheit zu geraten“, sagt der 85-Jährige, der über Jahrzehnte im Ötisheimer Gemeinderat und im Kreistag kommunalpolitisch aktiv war. Der ehemalige Landwirt geht noch immer gern auf fast alle Veranstaltungen im Ort, zu denen er als Ehrenbürger eingeladen wird: „Ich genieße es, besonders da ich heute nicht mehr die Entscheidungen fällen muss.“

In den Genuss freien Eintritts in die örtlichen Bäder kommen Ehrenbürger in Niefern-Öschelbronn.

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