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Das Bahnhofsgebäude in Knittlingen, das zu Wohnzwecken dient. 
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Die Pläne für eine Bahnanbindung von Bretten über Knittlingen und Oberderdingen nach Zaberfeld aus den 1930ern liegen im Oberderdinger Rathausarchiv. Bürgermeister Thomas Nowitzki hat sie für die PZ herausgesucht.  Foto: Prokoph 

Hoffnung auf die Zabergäubahn? Oberderdingen und Knittlingen wollen Bahnstrecke reaktiveren

Oberderdingen/Knittlingen. Der Klimaschutz ist in aller Munde – und einst im Schuhkarton verschwundene Vorhaben gewinnen plötzlich wieder an Fahrt. So auch die Pläne zu einer Wiederbelebung der Zabergäubahn, genauer gesagt für eine in diesem Rahmen neu angelegte Bahnstrecke von Bretten über Knittlingen, Oberderdingen, Kürnbach nach Zaberfeld-Leonbronn.

Für eine solche Verbindung wurden bereits in den 1920er und 1930er Jahren Dokumente angefertigt, die dann aber vermutlich wegen der Inflation im Jahre 1923 und der damaligen Uneinigkeit zwischen Württemberg und Baden wieder verworfen wurden. Diese Pläne gibt es im Oberderdinger Rathaus. „Die Verkehrswende wird nur gelingen, wenn wir den öffentlichen Nahverkehr neu denken“, sagte Oberderdingens Bürgermeister Thomas Nowitzki kürzlich beim Neujahrsempfang der Gemeinde, als er das Thema zur Sprache brachte.

Das Land Baden-Württemberg plant, in den kommenden Jahren alte Bahntrassen zum Leben zu erwecken und Strecken zu erweitern. Dazu sei vom Land bereits 2018 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, deren Ergebnisse im Herbst 2020 als Studie vorliegen sollen, weiß Nowitzki, der CDU-Kreistagsmitglied in Karlsruhe ist. 41 Strecken würden derzeit schon untersucht und 15 sollen reaktiviert werden.

Die Zabergäubahn von Laufen nach Zaberfeld-Leonbronn gilt dabei als aussichtsreiche Strecke, die wiederbelebt werden könnte. Deshalb habe sich Nowitzki bereits im Juli 2019 in einem Schreiben an den Karlsruher Landrat Christoph Schnaudigel sowie die Bürgermeister der Stadt Bretten, Knittlingen, Kürnbach und Zaberfeld gewandt. „Die Anbindung über Sternenfels, Kürnbach nach Oberderdingen und weiter über Großvillars und Knittlingen bis Bretten zur früheren Kraichgaubahn wurde einst lange verhandelt, geplant, teils gebaut und schließlich 1933 aufgegeben und rückgebaut, leider aus heutiger Sicht“, erörterte Nowitzki beim Neujahrsempfang.

Mehr über die Pläne von Oberderdingen und Knittlingen zur Reaktivierung der Bahnstrecke lesen Sie am Donnerstag, 16. Januar 2020, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news.