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Auf der Brache (Mitte) soll der neue Supermarkt entstehen. Mit dem Bau könnte schon bald begonnen werden. Foto: Seibel
Auf der Brache (Mitte) soll der neue Supermarkt entstehen. Mit dem Bau könnte schon bald begonnen werden. Foto: Seibel
Am Kreiselbau will sich der Investor mit 525.000 Euro beteiligen, insgesamt liegen die Kosten bei 655.000 Euro.  Foto: Seibel
Am Kreiselbau will sich der Investor mit 525.000 Euro beteiligen, insgesamt liegen die Kosten bei 655.000 Euro. Foto: Seibel
27.09.2015

Hoffnung für Schömbergs Neue Mitte

Beim Thema Neue Mitte in Schömberg scheint sich eine Lösung abzuzeichnen: Zumindest hat es Bürgermeister Matthias Leyn geschafft, bei einem Krisengespräch mit dem Investor die strittigen Punkte zu klären. Beim Kreisel und dem Bau des Supermarkt-Gebäudes ist der Investor der Gemeinde entgegengekommen. „Ich denke, das ist ein Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können“, meint der Bürgermeister. Der Gemeinderat wird am Dienstag über den neuen Vertrag entscheiden.

Im Dezember hatte das Gremium zwei Kröten schlucken müssen: Zum einen sollte der Supermarkt in abgespeckter Form gebaut werden. Die ursprünglich geplanten Aufbauten würden zu teuer, so der Investor. Aus Kostengründen sei auch nicht möglich, das Gebäude so zu fertigen, dass es später um einen Aufbau ergänzt werden könne. Zum anderen wurde der Kreisel vom Rest des Projektes entkoppelt. Für den Bau sollte nun die Gemeinde zuständig sein, der Investor übernehme hinterher die Kosten, hieß es. Auf die Höhe der Summe legte man sich jedoch nie fest. Der Gemeinderat stimmte damals zu, um das gesamte Projekt nicht zu gefährden. Begeistert von den Änderungen war man aber nicht. Vollends zum Scheitern verurteilt schien die Neue Mitte, als bekannt wurde, wie teuer ein Kreisel mit der nötigen Stützwand wird: Rund 655 000 Euro – eine Summe, die der Investor nicht komplett übernehmen wollte.

Nun sind all diese Hemmnisse aus dem Weg geräumt, wie der Bürgermeister berichtet. Bei der Ablöse für den Kreisel hat man sich auf eine Summe geeinigt: Der Investor ist bereit, 525 000 Euro zu bezahlen, den Rest trägt die Gemeinde. Und der Supermarkt soll nun doch so errichtet werden, dass das Dach bebaubar ist. Natürlich nicht in großem Stil, aber kleinere Aufbauten seien möglich, so Matthias Leyn. Auch der markante Turm mit der Werbeaufschrift soll wie ursprünglich geplant erstellt werden. Zwar wird nach wie vor auf einen Aufzug verzichtet. Aber aus städtebaulicher Sicht sei das markante Bauwerk wichtig, so Leyn. Er konnte auch erreichen, dass das Gebäude nun doch tiefer ins Gelände eingegraben wird – wie bei den ersten Planungen.

Der Bürgermeister hat sich mit dem Investor auf eine weitere Neuerung geeinigt: Der Kreisel muss nicht mehr erstellt werden, bevor mit dem Bau des Supermarkts begonnen wird. Das bedeutet: Wenn der Gemeinderat grünes Licht gibt, kann der Supermarkt-Bau sofort starten. Ob das noch kurz vor dem Winter geschieht oder erst im neuen Jahr, bleibt abzuwarten.

Nach dem Supermarkt soll auch das Wohnprojekt in Angriff genommen werden. Den Kreisel kann die Gemeinde unabhängig davon planen, der Bau muss jedoch bis Ende 2021 abgeschlossen sein – sonst muss sich der Investor nicht mehr an den Kosten beteiligen. „Wir haben also genügend Zeit, um eine Lösung zu finden“, meint Leyn.

Die Sitzung des Gemeinderats beginnt am Dienstag, 29. September, um 19 Uhr im Rathaus.