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Gratulation nach dem Amtseid: Ispringens neuer Bürgermeister Thomas Zeilmeier (links) ist nun offiziell auf sein Amt verpflichtet. Diese Aufgabe hatte Horst Hemminger (rechts) übernommen. Für den Gemeinderat ist Zeilmeier bereits der vierte Rathauschef, mit dem er zusammenarbeitet. Fotos: Manfred Schott
Gratulation nach dem Amtseid: Ispringens neuer Bürgermeister Thomas Zeilmeier (links) ist nun offiziell auf sein Amt verpflichtet. Diese Aufgabe hatte Horst Hemminger (rechts) übernommen. Für den Gemeinderat ist Zeilmeier bereits der vierte Rathauschef, mit dem er zusammenarbeitet. Fotos: Manfred Schott
Applaus in der vollbesetzten Sport- und Festhalle: Unter den Gästen waren Amtskollegen wie Udo Kleiner, Birgit Förster, Heiko Genthner und Thomas Karst (von rechts).
Applaus in der vollbesetzten Sport- und Festhalle: Unter den Gästen waren Amtskollegen wie Udo Kleiner, Birgit Förster, Heiko Genthner und Thomas Karst (von rechts).
27.04.2017

Hohe Erwartungen an den Neuen Bürgermeister von Ispringen

Thomas Zeilmeier feierlich als Bürgermeister von Ispringen vereidigt. Der Rathauschef setzt auf ein Miteinander mit Gemeinderat und Bürgern.

Ehe der 45-Jährige gestern Abend in der Sport- und Festhalle feierlich auf sein Amt verpflichtet wurde, musste der Gemeinderat aufgrund von Fristen einen Beschluss zu den fast 2,4 Millionen Euro teuren Bauarbeiten im Mahler treffen. Zudem legten Räte fest, dass der neue Rathauschef zunächst nach der tieferen der beiden möglichen Besoldungsgruppen bezahlt wird. Und dass die Bürger selbst einige Erwartungen an den Neuen haben, zeigt die Ortskerninitiative Ispringen: Die Gruppe, die sich im Bürgermeisterwahlkampf mehrfach zu Wort gemeldet hatte, spricht schon am kommenden Dienstag im Rathaus vor. Zeilmeier stellt für ein erstes Kennenlernen um 19 Uhr den Sitzungssaal des Rathauses zur Verfügung. Thema: Die Perspektiven für Ispringens Zentrum.

Nach dem Wahlsieg vom 5. Februar gegen den damaligen Rathauschef Volker Winkel hat Thomas Zeilmeier einige Aufgaben vor sich. Zunächst aber erhielt er einen feierlichen Start. Der Spielmannszug der Feuerwehr Ispringen begrüßte ihn mit der Eurovisionshymne. Der Gemeinderat tagte ausnahmsweise im großen Saal der Festhalle – schließlich wollten 200 Besucher miterleben, wie Thomas Zeilmeier von Gemeinderat Horst Hemminger vereidigt wurde: viele Bürger, aber auch zahlreiche Bürgermeisterkollegen aus dem Enzkreis und FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke. Hemminger, der als Gemeinderat mit Zeilmeier nun den vierten Bürgermeister erlebt, erinnerte daran, dass „die Ispringer auf neue Ideen im Rathaus gespannt sind.“

Die Aufgaben würden einem in einer Gemeinde ohnehin nie ausgehen, gab Landratsstellvertreter Wolfgang Herz Zeilmeier mit auf den Weg. Ein Bürgermeister brauche dafür einen wachen Geist und einen guten Kompass. Für eine gute Entwicklung brauche es aber außerdem engagierte Bürger und einen Gemeinderat, der auch mal seinen eigenen Kopf habe.

Beides will Thomas Zeilmeier nutzen. Das rückte er in den Mittelpunkt seiner ersten Amtsrede. Er wolle die Ispringer überzeugen, „dass Kommunalpolitik eine Plattform aktiver Gestaltungsmöglichkeit für alle ist.“ Als Leitbild für die Arbeit mit dem Gemeinderat – das Verhältnis einiger Räte zu seinem Vorgänger Winkel hatte im Wahlkampf für Wirbel gesorgt – strich Zeilmeier „Vertrauen, respektvollen Umgang miteinander und eine offene und direkte Kommunikation“ heraus.

Neulingens Rathauschef Michael Schmidt hieß Zeilmeier im Kreis der Enzkreis-Bürgermeister willkommen und sagte: Das Amt eines Bürgermeisters sei eines, das einen fachlich wie menschlich vollständig fordere. Kein Wunder, überreichte Bürgermeister-Stellvertreter Wolfgang Ballarin Selina Zeilmeier augenzwinkernd einen Blumenstrauß als Trost dafür, „dass Sie Ihren Mann mit der Gemeinde Ispringen teilen werden.“