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Die Guggenmusik Burgfäger Esslingen sorgte für Stimmung. Bauer 

Hunderte Narren bei Stromer-Nacht in Schömberg

Schömberg. Zum sechsten Mal organisierte die Narrenzunft Waldhufenstromer Schömberg am Samstagabend die Stromer-Nacht in Langenbrand. In der voll besetzten Mehrzweckhalle versammelten sich hunderte Narren, um befreundete Zünfte aus der ganzen Umgebung zu feiern.

Zwölf Zünfte bewiesen mit unterschiedlichen Programmpunkten von Minigarde, über Hexen- und Showtänze, bis hin zur Guggenmusik ihr Talent. Rund 50 Prozent der Gruppen seien immer dabei, wenn alle zwei Jahre zur Stromer-Nacht eingeladen wird, sagt Conny Schnürle, Kassiererin der Narrenzunft Waldhufenstromer Schömberg. Sie führte zusammen mit dem Vorsitzenden Stefan Söhner durch den Abend.

Guggenmusik vom Feinsten

Den musikalischen Auftakt machten die „Gugge Mugge“ aus Altburg. Mit ihren gelben Latzhosen, viel Bewegung und stimmungsvollen Liedern wie beispielsweise „Eye of the Tiger“ oder „Mission Impossible“ lieferten sie einen grandiosen ersten Programmpunkt. Ein Hingucker waren auch die rund 50 Musiker des Grün-Weiss Böblingen. „Ich bin total begeistert. Was sie machen passt einwandfrei zusammen und ist sagenhaft“, kündigt Söhner die Gruppe an. Mit einer Mischung aus Pop und Schlager überzeugten sie das Publikum binnen Sekunden. Zum Tanzen und Mitsingen animiert wurden die Narrenfreunde bei Songs wie „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue oder „Hulapalu“ von Andreas Gabalier.

Doch nicht nur Guggenmusik hielt die gute Stimmung am Leben. Auch Hexen- und Showtänze wurden vorgeführt. Darunter die Pforzheimer Höllen-Hexen. Sie ließen das Publikum mit einem Showtanz zur Musik von Aschenputtel staunen. Umgewandelt wurde das Stück „Alice im Wunderland“ zu „Alice im Horrorland“ von der Narrenzunft Bondorf. Mit einer seit einem Jahr einstudierten Choreographie aus Tanz und Akrobatik zeigte die Zunft ein beeindruckendes Stück, welches mit tobendem Applaus geehrt wurde.

Gelacht werden konnte bei den „Weilemer Hörnleshasa“, welche mit einem Männerballett begeisterten. Zehn Männer, in rot-weiß gestreiften Badeanzügen und Bademützen, tanzten unter anderem zu „Knallrotes Gummiboot“.

„Von allen heute Abend mitwirkenden Vereinen, sind 300 Euro für einen wohltätigen Zweck zusammengekommen“, erklärte der Vorsitzende Söhner. 300 Euro gingen somit an den Schömberger Verein „Menschen helfen Menschen“. „Ich finde es gut, dass heutzutage auch noch an unsere älteren Mitbürger gedacht wird. Das ist einfach eine prima Sache“, fügt Söhner hinzu. Rosario Moser und Esther Wortmann von „Menschen helfen Menschen“ nahmen die Spende dankbar entgegen.

Gutes Fazit

Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn war begeistert vom Abend: „Ich hatte keine Erwartungen und bin positiv überrascht worden. Wahnsinn, wo die Zünfte überall herkommen und auch der Zusammenhalthalt untereinander ist echt toll“, meinte der Schultes begeistert. Auch Kassiererin Conny Schnürle ist mitgerissen: „Ich bin schon von Anfang an dabei, aber so eine Stimmung wie in diesem Jahr hatten wir hier noch nie. Einfach nur mega.“