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Zwischen drei und fünf Schüssen haben Illinger Anwohner gehört. Foto: Walter
Zwischen drei und fünf Schüssen haben Illinger Anwohner gehört. Foto: Walter
26.07.2016

Illinger Familienvater räumt Schüsse auf Tochter ein

Illingen. Am zweiten Tag nach den Schüssen eines 64-Jährigen auf seine Frau und seine Tochter in Illingen, laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen: „Der Ablauf der Tat, wo der Mann war, bis er sich am Montag stellte, ob er die Waffe legal besaß, die Lebensumstände – all das wird überprüft“, schildert Staatsanwalt Bernhard Ebinger die nächsten Schritte.

Am Dienstag wurde der Familienvater, der seine 28-jährige Tochter schwer verletzt hatte (die PZ berichtete), dem Haftrichter vorgeführt. „Der Mann hat Angaben gemacht und die Schussabgabe eingeräumt“, berichtete Ebinger anschließend. Da durch die Tat das Leben seiner Tochter gefährdet wurde, habe der Richter den Haftbefehl „in Vollzug gesetzt“. Das heißt: Bis zur Verhandlung bleibt der Mann in Untersuchungshaft. Weitere Gründe – etwa Flucht- oder Verdunklungsgefahr – seien in einem solchen Fall nicht erforderlich, um jemanden im Gefängnis zu belassen.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft lebte der Schütze bereits seit einiger Zeit von seiner Frau getrennt. „Er wohnte zuletzt in Pforzheim“, sagte Ebinger. Wie berichtet, war dringend Tatverdächtige am späten Sonntagabend zu einer Aussprache in das Illingener Wohnhaus gekommen. Doch statt zu einer Versöhnung kam es dort zur Eskalation: Der 64-Jährige zückte seine mitgebrachte Waffe, wurde aber von Frau und Tochter aus der Wohnung verfrachtet, ehe er abdrücken konnte – was er dann aber von draußen tat. Die Polizei bestätigte drei Schüsse, Nachbarn haben drei bis fünf gehört. Durch einen Türspalt hindurch verletzte er seine 28-jährige Tochter nach Angaben der Mutter so schwer, dass sie noch am Montag operiert wurde. Die junge Frau überlebte.


Chronik: Vergangene Tötungsdelikte in der Region


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