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Unheilvoller Himmel über Wiernsheim: Das Foto von Alexander Hess zeigt die Gewitterfront vom 8. Juni gegen 20 Uhr. Foto: privat
Unheilvoller Himmel über Wiernsheim: Das Foto von Alexander Hess zeigt die Gewitterfront vom 8. Juni gegen 20 Uhr. Foto: privat
Die Jahreszeit der Gewitter: Ende Mai, Anfang Juni kracht es über der Region fast schon regelmäßig. Dieses Bild vom Sonntag hat Benjamin König von Singen aus in Richtung Königsbach-Stein aufgenommen. Eszeigt Blitze über einen Zeitraum von zwei Minuten. Foto: privat
Die Jahreszeit der Gewitter: Ende Mai, Anfang Juni kracht es über der Region fast schon regelmäßig. Dieses Bild vom Sonntag hat Benjamin König von Singen aus in Richtung Königsbach-Stein aufgenommen. Eszeigt Blitze über einen Zeitraum von zwei Minuten. Foto: privat
Marco Reichenbach
Marco Reichenbach
Markus Haberstroh
Markus Haberstroh
12.06.2018

Im Bann des Donnerwetters: Atempause für die Feuerwehren

Enzkreis/Mühlacker. Es war eine Art Stoßgebet, das der Feuerwehrkreisverband Calw nach den jüngsten Regenfluten in eine Pressemitteilung verpackt hat – nach stundenlangem Kampf gegen Wassermassen in Calmbach und Bad Wildbad wünschten sich die erschöpften Einsatzkräfte ein Ende des schwülen, gewitterträchtigen Wetters.

Fürs Erste scheinen sie erhört zu werden: der Deutsche Wetterdienst erwartet für den Nordschwarzwald zwischen dem heutigen Mittwoch und Samstag eine Beruhigung mit trockenem Wetter.

Es klingt nach einer Atempause für Menschen, die ehrenamtlich bereitstehen, wenn katastrophale Unwetter andere in Not bringen. Was die Phase von Ende Mai bis jetzt geprägt hat, beschreibt Markus Haberstroh, der Vorsitzende des Feuerwehrverbands Enzkreis, so: „Zuletzt hatten wir fast täglich eine Unwetterwarnung.“ Das führe dann zwar nicht dazu, dass alle Feuerwehren ihre Kräfte in Alarmbereitschaft versetzen – aber beruhigt schaut man als Floriansjünger eben doch nicht nach oben, wenn sich mal wieder Wolkenberge auftürmen. Und auf solche Wetterlagen müssen sich die Helfer künftig häufiger einstellen. Kai-Uwe Nerding, Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst, bestätigt, dass Wetterextreme zuletzt zugenommen hätten. Im Gleichschritt mit dem Anstieg der Durchschnittstemperaturen hierzulande in den vergangenen Jahren. Damit steige das Unwetterpotenzial in der warmen Jahreszeit genauso wie die Tendenz zu längeren Phasen von Trockenheit.

Wenn der Ernstfall kommt, kann das Feuerwehren wie zuletzt an Fronleichnam in Mühlacker über 200 Einsätze beschere. Enorm anstrengend sei dieses Frühjahr gewesen, sagt Marco Reichenbach, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Mühlacker.

In Einsatzbilanzen der Wehren werde der Kampf gegen geflutete Keller und überspülte Straßen künftig zunehmend Gewicht erhalten, glaubt Markus Haberstroh. So wie in diesem Jahr zum Beispiel bei den Kameraden in Neuhausen, in Tiefenbronn, in Mühlacker, in Calw, in Calmbach und Bad Wildbad, aber auch in etwas kleinerem Maßstab in Pforzheim, Niefern-Öschelbronn, Illingen, Mönsheim, Wiernsheim, Knittlingen, Maulbronn, Ötisheim oder Wurmberg.

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