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In weiten Teilen automatisch wird im Enzkreis der Verkehr gezählt.
In weiten Teilen automatisch wird im Enzkreis der Verkehr gezählt. © dpa
30.08.2011

Im Enzkreis mehr Verkehr als im Landesschnitt

Enzkreis. Die Verkehrszählung im Land wurde auf neue Beine gestellt. Statt wie bisher die Belastung alle fünf Jahre manuell zu erfassen, können im Enzkreis nun an knapp 100 Stellen mobile Zählgeräte aufgestellt werden. Die Technik ist dabei in ganz normal aussehenden Leitpfosten installiert.

Jetzt liegen dem Landratsamt die Messergebnisse für Landes- und Kreisstraßen 2010 vor. Die Zahlen zeigen: Der durchschnittliche tägliche Verkehr (DTV) auf Landstraßen ist im Vergleich zu 2005 von 163 Fahrzeugen um 4,6 Prozent auf 4925 Fahrzeuge zurückgegangen. Auf Kreisstraßen ist der DTV mit 4009 Fahrzeugen etwa konstant geblieben.

Ein erheblicher Rückgang sei beim Schwerlastverkehr zu verzeichnen gewesen. Hier wurden im Vergleich zu 2005 etwa 30 Prozent weniger Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen gemessen. Ein Trend, der im ganzen Land zu verzeichnen sei, so der erste Landesbeamte Wolfgang Herz. Die Ursachen für diesen Rückgang seien noch nicht vollständig geklärt, so die Experten des Landratsamts. Eine Erklärung lautet: Früher sei nur tagsüber gezählt worden, die Hochrechnungen für die Nacht seien dabei wohl zu hoch angesetzt worden. Zudem könnten konjunkturelle Gründe ausschlaggebend sein.

Was die Messung zudem zutage gefördert hat, sind die meistbelasteten Straßenabschnitte im Enzkreis: So sind auf der L1134 in der Ortsdurchfahrt Dürrmenz täglich 16.850 Fahrzeuge unterwegs. Auf der K4538 in der Ortsdurchfahrt Birkenfeld wurden 14.825 Fahrzeuge gemessen, auf der L1125 in der Ortsdurchfahrt Niefern waren es 14.503. Sven Bernhagen