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Auch die Enz hat nach den Wochen ohne ergiebigen Regen nur noch sehr wenig Wasser.
Auch die Enz hat nach den Wochen ohne ergiebigen Regen nur noch sehr wenig Wasser. © Seibel
01.12.2011

Im Enzkreis sitzt noch keiner auf dem Trockenen

Enzkreis. Sechs Wochen ohne ergiebigen Regen. Die Region müsste eigentlich auf dem Trockenen sitzen – aber die Auswirkungen halten sich in Grenzen, wie eine Umfrage der PZ zeigt. Dem Wald hat die wochenlange Trockenheit nicht geschadet, wie Kreisforstmeister Guido Wölfle betont. Die Bäume seien im feuchten Sommer optimal mit Wasser versorgt worden.

Ende September bis Anfang Oktober ende dann die Wachstumsphase, das heißt: Die Trockenheit könne den Pflanzen nichts mehr anhaben. Auch Landwirt Peter Bercher aus Singen gibt Entwarnung: „Meine Wintergerste, die ich Ende September, und mein Winterweizen, den ich Anfang Oktober gesät habe, geraten nicht in Not. Der Tau in der Nacht reicht derzeit völlig aus.“ Momentan sei keine Wachstumsphase, in der die Landwirte viel Niederschlag benötigten. Auch was das Trinkwasser angeht, gibt es keine Engpässe. Der Friolzheimer Wassermeister Conrad Engler erklärt, am 141 Meter tiefen Eichbrunnen sei zwar der Wasserpegel gesunken, „aber nicht dramatisch“. Anders sei die Lage wenn Oberflächen oder Quellwasser angezapft wird. In Neuenbürg zum Beispiel. Akute Probleme gebe es zwar auch hier nicht, aber: „Die Quellen sind inzwischen beeinträchtigt. Wir brauchen Regen“, sagt Wassermeister Richard Hofmann. Beeinträchtigt sind durch die geringen Pegelstände der Flüsse die Wasserkraftwerke. Das Wasserkraftwerk der EnBW in Niefern habe in diesem Jahr nur wenig ins Netz eingespeist. „Der trockene November sticht da gar nicht extrem heraus, denn das geht schon seit März so“, sagt Schurr. ben