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Bei einem Unfall in einer langen Röhre, hier der Meisterntunnel, sollen nur die Notrufkabinen benutzt werden. Das ermöglicht die sofortige Standorterkennung.
Bei einem Unfall in einer langen Röhre, hier der Meisterntunnel, sollen nur die Notrufkabinen benutzt werden. Das ermöglicht die sofortige Standorterkennung.
11.01.2017

Im Notfall lieber Notrufstationen benutzen

Immer gut, wenn man unterwegs ein Handy dabei hat, um im Notfall Hilfe rufen zu können. Bei einem Unfall innerhalb eines Straßentunnels ist ein Notruf über Handy allerdings eine denkbar schlechte Wahl, teilt das Landratsam Calw mit. 

Immer wieder kommt es vor, dass bei einem Unfall innerhalb eines Tunnels der Notruf über ein Handy abgesetzt wird. Da die beteiligten Personen in so einer Situation sehr aufgeregt sind oder zum Teil unter Schock stehen, kommt es zu ungenauen oder sogar falschen Angaben über den Unfallort und das Unfallgeschehen. Die Einsatzkräfte verlieren deshalb wertvolle Zeit. Und jeder weiß: Bei einem Notfall kommt es auf jede Minute an. Was also tun? Bei einem Notfall in einem Tunnel immer die Notrufstation benutzen. Diese orangefarbenen mit Leuchtschildern (Hörer-Symbol mit Schriftzug “SOS„) gekennzeichneten Kabinen befinden sich in der Regel – so auch zum Beispiel im Meisterntunnel Bad Wildbad) alle 150 Meter  in der Tunnelwand. Schon bei der Türöffnung der Notrufstation werden gelbe Blinklampen an den Notrufstationen eingeschaltet und somit der nachfolgende Verkehr gewarnt.

Um den Notruf abzusetzen, muss lediglich eine Taste oder ein Hebel betätigt werden. Die Sprechverbindung zur Leitstelle wird automatisch hergestellt. In diesem Augenblick schalten die Ampeln an den Tunneleinfahrten auf Gelbblinken.

Im Regelfall wird jene Leitstelle automatisch angewählt, die auch über Videobilder aus dem Tunnel verfügt und sich somit einen guten Überblick über das Geschehen im Tunnel verschaffen kann. Der Mitarbeiter in der Leistelle bekommt automatisch den Tunnelnamen und den genauen Standort auf seinem Display angezeigt, ohne dass ihm dies der Verkehrsteilnehmer mitteilen muss. Die Rettungskräfte können sich sofort auf den richtigen Weg machen. Je nach Ausmaß des Unfalls kann der Leitstellenmitarbeiter weitere Notfallprogramme aktivieren, beispielsweise die Einfahrt in den Tunnel durch rote Ampelsignale sperren.