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© Symbolbild: dpa
23.10.2014

Im Suff in den Graben gerauscht - Führerschein kurz zuvor schon abgegeben

Keltern-Weiler. Der 44-jährige Autofahrer war blau, zu schnell und mit einem komplett abgefahrenen Vorderreifen unterwegs, als er am späten Mittwochabend an der Einmündung der K4575 in die L562 bei Keltern-Weiler in den Graben rauschte. Obwohl der Mann geflüchtet war und einen Bekannten mit der Bergung seines Autos betraut hatte, machte ihn die Polizei ausfindig. Und dann erlebten die Beamten eine Überraschung.

Nach den Feststellungen des Polizeireviers Neuenbürg war der von Weiler her kommende 44-Jährige gegen 22.50 Uhr auf regennasser Straße unterwegs, als er die Herrschaft über das Fahrzeug verlor, über den Einmündungsbereich hinausfuhr und auf der gegenüberliegenden Seite in einem Graben stehenblieb. Trotz eines Sachschadens von rund 5.000 Euro entfernte sich der unverletzt gebliebene Mann unerlaubt von der Unfallstelle.

Da er dabei von einem Zeugen beobachtet wurde, nutzte es dem Autofahrer auch nicht, dass er einen Bekannten mit der Bergung seines Wagens beauftragt hatte. Die zeitgleich mit dem Helfer eintreffenden Polizeibeamten konnten den Aufenthaltsort des Unfallflüchtigen bald ermitteln und ihn dort schlafend antreffen.

Beim Alkotest erreichte der Mann einen Wert von über 1,6 Promille. Mehr als die vom Alkoholdunst geschwängerte Atemluft konnte der 44-Jährige aber nicht abgeben, denn einen Führerschein besaß er nicht mehr. Den hatten Polizisten dem Mann erst wenige Tage vor dem Unfall am Mittwochabend schon abgenommen – wegen einer früheren Trunkenheitsfahrt. So wird sich der Beschuldigte nun erneut strafrechtlich verantworten müssen.