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Die Organisatorinnen Erica Carnevale und Petra Dombrowe vom Radsportclub (Dritte und Zweite von rechts) freuten sich über das bundesweite Interesse an ihrer Veranstaltung. Foto: Martin Schott
Die Organisatorinnen Erica Carnevale und Petra Dombrowe vom Radsportclub (Dritte und Zweite von rechts) freuten sich über das bundesweite Interesse an ihrer Veranstaltung. Foto: Martin Schott
13.03.2018

Im Zeichen der Wolle stand die Gemeindehalle Kieselbronn

Kieselbronn. „Wir waren so erstaunt. Das hätten wir so nicht erwartet“, beteuerten Erica Carnevale und Petra Dombrowe und fügten hinzu: „Als wir am Samstag gegen zehn Uhr die Hallentüren öffneten, stand schon eine Menschentraube davor“. Bürgermeister Heiko Faber war ebenfalls bei der Eröffnung dabei.

Auch er konnte nur staunen und sich über den Riesenerfolg freuen. Was war denn so interessant, dass es weit über tausend Besucher nach Kieselbronn lockte? Die Veranstaltung hieß WollLandia, das erste Wollfest in der Gemeinde. Der Kieselbronner Radsport-Club 2000 unter der Leitung von Petra Dombrowe hatte die Hallenorganisation und die Bewirtung der Gäste übernommen. Alles, was mit dem Thema Wolle zu tun hatte, war Sache von Erica Carnevale, die ebenfalls in Kieselbronn beheimatet ist. Carnevale gehört zu einem, man kann schon sagen, Welt umspannenden sozialen Netzwerk der WollLandia-Gruppe, die über Facebook und Ravelry kommuniziert. Wie sie berichtet, war Wolle schon immer ihr Ding.

Der Zufall habe sie „in die Welt der Wollfeste hineinkatapultiert“. Sie war Teil des Teams, das die Wollfeste in Leimen organisierte. Nachdem jedoch die Woll-Begeisterung in Leimen abebbte, wuchs in ihr der Wunsch, WollLandia in Kieselbronn zu veranstalten, was in Zusammenarbeit mit den Radsportlern auch in Erfüllung ging. Warum es so viele Wollfans gibt, von der Nordsee über die neuen Bundesländer bis nach Basel und weiter in die Schweiz hinein, die nach Kieselbronn gekommen sind, beschreibt Erica Carnevale so: Es sei nicht nur die Sucht nach Wolle. Es sei die Sucht nach dem Farbenrausch, nach Begegnungen mit Gleichgesinnten, das Sammeln von Ideen, das Fühlen der Fasern und der Wunsch, auch wieder etwas aus dem fast unermesslichen Wollangebot mit nach Hause zu nehmen.