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Auf den freien Flächen des Oberlengenhardter Friedhofs könnten schon bald drei zusätzliche Bestattungsformen gewählt werden. Der Ortschaftsratsvorsitzende Friedbert Stahl erläutert die Planung. Foto: Dast-Kunadt
Auf den freien Flächen des Oberlengenhardter Friedhofs könnten schon bald drei zusätzliche Bestattungsformen gewählt werden. Der Ortschaftsratsvorsitzende Friedbert Stahl erläutert die Planung. Foto: Dast-Kunadt
13.02.2019

Im Zeichen der Zeit: Diese alternativen Bestattungsformen sind in Oberlengenhardt geplant

Schömberg-Oberlengenhardt. In Schömberg-Oberlengenhardt kann künftig zwischen fünf Bestattungsformen gewählt werden: Bislang stehen auf dem kleinen Friedhof am Waldrand Gräber für Erdbestattungen sowie Urnengräber zur Verfügung.

„In den vergangenen zwei Jahren wurde ich jedoch immer häufiger darauf angesprochen, dass auch andere Bestattungsformen wünschenswert seien“, erzählt Friedbert Stahl, Vorsitzender des Ortschaftsrats. Vor allem Bürger im Alter zwischen 60 und 70 Jahren seinen verstärkt mit dem Wunsch an ihn herangetreten. „Aufwand und Kosten spielen bei diesen Überlegungen eine große Rolle“, so Stahl. Denn oftmals wohnten die Kinder nicht mehr dort, wo ihre Eltern eines Tages begraben würden.

Umso mehr freut sich Stahl, dass Oberlengenhardt künftig alle Bestattungsformen auf dem bestehenden Friedhof anbieten kann: Erd- und Urnengräber, die es schon jetzt gibt, sowie Baumbestattungen, Rasengräber und Urnenstehlen. Denn die neuen Alternativen sind weder pflege- noch kostenintensiv.

Einstimmig hatte sich der Ortschaftsrat Ende vergangenen Jahres für Variante 2 der Vorentwurfsplanung der Landschaftsarchitekten Werkgruppe Grün entschieden. Danach sollen direkt im Anschluss an ein neues Eingangstor zwei versetzt angelegte Hecken links auf die neue Fläche führen. Diese wird durch einen diagonal verlaufenden Weg geteilt. Am rechten Wegrand ist eine kleine Allee bestehend aus drei Bäumen vorgesehen, wobei einer der drei Bäume als Urnenbaum mit zwölf umliegend angeordneten Urnenplätzen dienen soll. Auf der Fläche links neben dem diagonal verlaufenden Weg sollen zudem 15 Rasengräber entstehen. „Die sind besonders pflegeleicht, da kein Grabschmuck auf ihnen platziert werden darf und der Rasenmäher über die Steinplatten mit Namen und Daten drüberfahren kann“, erläutert Stahl das Vorhaben.

Schließlich sollen drei Urnenstehlen mit je vier Urnenkammern in ein bereits bestehendes Grabfeld mit sechs Urnengräbern integriert werden. Geplant ist ein Halbrund, so dass im vorderen Bereich ein gepflasterter Platz genügend Raum für Trauernde während der Beisetzung bietet.

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