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Mit Rasen soll nun Schluss sein in Mönsheims Ortsdurchfahrt. Im Rahmen des Lärmaktionsplans wurde eine Tempobeschränkung eingerichtet. Foto: Seibel
Mit Rasen soll nun Schluss sein in Mönsheims Ortsdurchfahrt. Im Rahmen des Lärmaktionsplans wurde eine Tempobeschränkung eingerichtet. Foto: Seibel
24.05.2016

Immer mehr Tempo-30-Zonen: Leisere Gemeinden dank Tempolimit

Immer mehr Kommunen im Enzkreis streben abgesenkte Geschwindigkeiten in ihren Durchgangsstraßen an. Die Gemeinden reagieren damit auf Klagen der Anwohner über den hohen Verkehrslärm. Das Land weist dabei auf die Chancen von Lärmaktionsplänen hin – das menschliche Ohr nehme Tempo 30 statt 50 wie eine Halbierung des Verkehrs wahr, so das Landesministerium.

Niefern-Öschelbronn entwickelt zurzeit Pläne, die Belastungen zu senken. In der Gemeinde Keltern gibt es in Ellmendingen und Dietlingen bereits Abschnitte mit 30 Kilometern pro Stunde als Höchstgeschwindigkeit. In Mönsheim gilt in der monatelang sanierten Ortsdurchfahrt ganztags Tempo 30.

Noch hält sich nicht jeder in Mönsheim an die langsame Geschindigkeit. Tafeln mit Smileys sollen Fahrer zu Lerneffekten animieren. Und weil das erfahrungsgemäß nicht reicht, haben die Experten aus dem Landratsamt bereits ausgetüftelt, wo man demnächst mobile Blitzkontrollen optimal positioniert durchführen kann, weiß Mönsheims Bürgermeister Thomas Fritsch.

Mit Geschwindigkeitstafeln wird in den Hauptstraßen durch Dietlingen und Ellmendingen gemessen. Nach Auskunft der stellvertretenden Hauptamtsleiterin Claudia Honnen halten sich 15 Prozent der Verkehrsteilnehmer nicht an die Beschränkungen. Dabei gebe es nur wenig schlimme Ausreißer, die durch eine sehr hohe Tempoüberschreitung auffällig würden.

„Der Aufwand hat sich gelohnt“, sagt Mönsheims Verwaltungschef Fritsch über das neue Erscheinungsbild in der Ortsmitte. Wo früher der Verkehr mit 50 Stundenkilometern vorbeibretterte, herrscht nun von seinem Schreibtisch freie Sicht auf einen neuen Rathausvorplatz und eine frisch sanierte Ortsdurchfahrt. Zur Erinnerung: Gesperrt worden war die Pforzheimer Straße im März 2015, wieder freigegeben worden war sie am 18. Dezember. In zwei Bauabschnitten war der zentrale Abschnitt der Landesstraße zwischen Leonberger Straße und Grenzbach-Brücke vollständig saniert worden. Verbunden war damit nicht nur ein neuer Fahrbahnbelag, sondern eine komplett neue Untergrundbefestigung. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.