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Nasse Füße bekamen Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack, Stefanie Dickgiesser, Geschäftsführerin Touristik Bad Wildbad, Arne Mellert, Geschäftsführer vom Heilbäderverband Baden-Württemberg (vorne von links), Staatsbad-Geschäftsführer Frank Rieg und Katharina Kimmich vom Heilbäderverband Baden-Württemberg (hinten von links) beim Fototermin im Palais Thermal.  Foto: Moritz 

In Bad Wildbad steht nun das Prädikat Heilbad auf dem Ortsschild - Das sind die Ziele dahinter

Bad Wildbad. Ein Bürgermeister mit nassen Füßen, eine Tourismus-Chefin mit nasser Hose und leuchtend gelbe Ortsschilder mitten im Palais Thermal: „Wildbad macht immer alles etwas anders“, so erklärt Bürgermeister Klaus Mack diese Aktion. Denn die Stadtverwaltung wollte die neuen Ortsschilder mit der Aufschrift „Staatlich anerkanntes Heilbad“ nicht einfach an den Ortseingängen anbringen, sondern lud zu einem Pressetermin in eines der beiden Bäder, dem die Stadt das Prädikat verdankt: dem Palais Thermal.

Rund zwei Jahre dauerte der Prozess, bis der Landtag nach Angaben von Katharina Kimmich vom Heilbäderverband Baden-Württemberg im Dezember die Erlaubnis erteilte, dass die Kurorte ihre Prädikate künftig auf den Ortschildern führen dürfen. „Nun können 38 Orte in Baden-Württemberg insgesamt 249 neue Schilder aufhängen“, sagt sie. Bislang seien nur die Bezeichnungen „Landeshauptstadt“ und „Universitätsstadt“ auf Ortschildern erlaubt gewesen.

„Wir wollen mit dieser Aktion nicht nur Touristen anwerben, sondern vor allem bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für dieses Prädikat schaffen“, sagt Arne Mellert, Geschäftsführer vom Heilbäderverband Baden-Württemberg. Denn es sei wichtig, dass die Gemeinde eines Heilbades auch mal Entscheidungen zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur treffen müsse, und diese müsste die Bevölkerung mit tragen.

„Das Prädikat Heilbad stellt die medizinische Versorgung im Ort sicher, ist ein Garant für Arbeitsplätze und ist auch für den Einzelhandel positiv“, sagt Mellert. „Wir können so die Bürger für touristisch wichtige Maßnahmen sensibilisieren“, ergänzt auch Stefanie Dickgiesser, Geschäftsführerin Touristik Bad Wildbad. Frank Rieg freute sich vor allem über die kostenlose Werbung für die Bäder. Die Becken würden täglich beziehungsweise alle drei Tage neu befüllt, die Quellen jedes Jahr überprüft. Er unterstreicht: „Ein Heilbad ist einfach etwas besonderes.“

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Carolin Weiß

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