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© Symbolbild: dpa
10.08.2012

In Finger gebissen: Kollegen-Streit endet vor Gericht

Pforzheim/Enzkreis. Biss oder Schlag – das ist hier die Frage. In einem Betrieb im östlichen Enzkreis kam es unter Kollegen zu einem handfesten Streit – und einer Kündigung. Nun ist der Fall vor Gericht gelandet.

Am Arbeitsgericht Pforzheim ist derzeit die Kündigungsschutzklage eines Zerspanungstechnikers gegen seinen Arbeitgeber, ein metallverarbeitendes Unternehmen mit Sitz im östlichen Enzkreis, anhängig. Das teilt das Arbeitsgericht Pforzheim mit.

Der Kläger wehrt sich gegen eine ihm im Juni ausgesprochene Kündigung. Ihm wird vorgeworfen im Rahmen einer Auseinandersetzung mit persönlichem Hintergrund am Arbeitsplatz einem Kollegen zwei Zähne ausgeschlagen zu haben.

Anfang August fand vor dem Arbeitsgericht Pforzheim ein Gütetermin statt. Der Kläger erklärte, dass er den anderen Arbeitnehmer nicht geschlagen habe. Vielmehr habe er lediglich mit dem Zeigefinger mit kurzem Abstand auf dessen Gesicht gezeigt. Daraufhin habe der andere Arbeitnehmer ihm in den Finger gebissen und nicht mehr losgelassen. Beim gewaltsamen Zurückziehen der Hand durch den Kläger, habe der andere Arbeitnehmer zwei (unechte) Schneidezähne verloren. Es laufen Ermittlungsverfahren gegen beide Arbeitnehmer wegen Körperverletzung.

Eine gütliche Einigung konnte nach Angaben des Gerichts nicht erzielt werden. Ein Kammertermin ist nun auf Dezember terminiert.

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