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Die Jungfernfahrt beginnt: Mit ihrem restaurierten „Barockengel“ von 1955 fuhren Reinhard Bickel (am Steuer), Axel und Petra Großhans (links am Fenster) sowie Beate Stockinger aus Pforzheim vor und begeisterten am Neuenbürger Marktplatz auch Bürgermeister Horst Martin (rechts mit Mikrofon am Stehtisch). Foto: Molnar
Die Jungfernfahrt beginnt: Mit ihrem restaurierten „Barockengel“ von 1955 fuhren Reinhard Bickel (am Steuer), Axel und Petra Großhans (links am Fenster) sowie Beate Stockinger aus Pforzheim vor und begeisterten am Neuenbürger Marktplatz auch Bürgermeister Horst Martin (rechts mit Mikrofon am Stehtisch). Foto: Molnar
15.09.2015

In Neuenbürg unterwegs mit edlen Karossen

Petra Großhans und Beate Stockinger haben sich schick gemacht. In Petticoats sind die Damen aus Pforzheim nach Neuenbürg gekommen, um mit ihren Männern Axel Großhans und Reinhard Bickel auf Jungfernfahrt zu gehen. Seit 2011 hat Bickel seinen BMW 501-V8 von 1955 restauriert und blank geputzt, bei der Oldtimer-Ausfahrt darf der maronenfarbene „Barockengel“ erstmals an den Start.

„Für uns ist es toll, in die Vergangenheit einzutauchen“, sagt Petra Großhans, die auch die beiden Yorkshire-Hunde „Murphy“ und „Kessi“ mitnimmt. Zum 24. Mal hat der Schwarzwaldverein Neuenbürg in Zusammenarbeit mit der Stadt die nostalgische Rallye durch den Nordschwarzwald organisiert, rund 140 Auto- und Motorradfahrer machten mit. Diesmal ging es über Engelsbrand, Althengstett, Oberreichenbach und Schömberg zurück nach Neuenbürg, wo im Schlossgarten die beliebte Oldtimer-Schau stattfand. An vier Kontrollpunkten galt es Aufgaben zu lösen, neun Teilnehmer wurden insgesamt ausgezeichnet. Aufgrund des bewölkten Himmels hatten sich 15 Fahrer erst am Morgen entschlossen, ihr altes Stück aus der Garage zu holen. Für viele war dies jedoch kein Hindernis: „Wir machen bei jedem Wetter mit“, lachten Dieter König und Heinz Höschele. Das treue Altherrengespann aus Dobel ist zusammen weit über 100 Jahre alt, ihr BMW-Seitenwagenmotorrad dagegen nur 45 Jahre.

Mit seinem Familienerbstück erstmals dabei war Hannes Grötschel aus Pfinztal. „Mich hat die offene Spaß-Veranstaltung gereizt“, erzählt der 32-Jährige, der in seinem orangefarbenen VW-T2-Wohnmobil von 1978 auch seinen Sohn Luca (6) und Freundin Nadine Kastner mitnahm. Uwe und Sebastian Schweigert aus Mühlacker fuhren dagegen getrennte Wege – der Vater im VW-Käfer, der Sohn im VW-Kübelwagen. Der Senior gewann sogar die Punkterallye unter den Autofahrern. Im zügigen Minutentakt gingen die „mobilen Denkmäler“, wie Bürgermeister und Schirmherr Horst Martin die Oldtimer bezeichnete, auf die 95 Kilometer lange Strecke. Zusammen mit Werner Binhack und Andreas Preissler moderierte Martin den Start am Marktplatz, der von vielen Schaulustigen verfolgt wurde. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.