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18.09.2016

In Unterreichenbach tun sich ungeahnte Geldquellen auf

Unterreichenbach. „Ich fand 2015 ein relativ langweiliges Jahr“, resümierte die Unterreichenbacher Kämmerin Petra Faulhaber nach der Vorstellung des Jahresabschusses für das Haushaltsjahr 2015. Der Grund liegt auf der Hand: Die Einnahmen im Verwaltungshalt mit einem Gesamtvolumen von mehr als 4,8 Millionen Euro lagen über den Ausgaben, so dass die Gemeinde vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt mehr als eine habe Million Euro überweisen konnte.

Im Planansatz war die Kämmerin nur von einem Überschuss von rund 70.000 Euro ausgegangen. Vor allem bei den Steuern und allgemeinen Zuweisungen wurden fast 200.000 Euro mehr eingenommen als geplant, aber auch bei den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb wurde ein Plus von mehr als 150.000 Euro erwirtschaftet. Erfreulich bei den Ausgaben: die Personalausgaben fielen um fast 30.000 Euro geringer aus als prognostiziert (Plan: 1,4 Millionen Euro) und auch beim sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand wurden fast 60.000 Euro weniger als geplant ausgegeben (Ansatz: 1,6 Millionen Euro).

Dass die Personalkosten trotz der gestiegenen Vergütung in den Kindergärten gesunken sind, ist laut Faulhaber in erster Linie durch Personalausfall und -weggang erreicht worden. Kassenkredite musste die Kommune im vergangenen Jahr keine aufnehmen.

Die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt lag 2015 deutlich über der Mindestzuführung. Statt der geplanten 355.000 Euro wurden lediglich rund 55 500 Euro aus den Rücklagen entnommen, die Kreditaufnahme wurde zudem von der geplanten Summe in Höhe von einer Million Euro auf 700.000 Euro reduziert. Für Investitionen erhielt die Kommune 2015 knapp 300.000 Euro an Zuweisungen und Zuschüssen, knapp 16.000 Euro weniger als geplant. Bei den Baumaßnahmen wurde insbesondere die Kindergartensanierung um ein Jahr verschoben, so dass die dafür vorgesehenen Ausgaben nicht anfielen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung lag Ende 2015 bei 667 Euro. Dies entspricht einer Gesamtverschuldung der Gemeinde von 1,5 Millionen Euro.