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16.05.2018

In Wimsheim kocht die Windkraftmaterie nicht hoch

Wimsheim. Mancherorts tobt in Sachen Windenergie ein Sturm. Anders ist dies in Wimsheim. Denn aufgrund der Tatsache, dass dort kein Vorranggebiet vorgesehen ist, käme allenfalls eine mögliche Beeinträchtigung des Kriteriums „Landschaftsbild“ in Betracht. „Doch für dieses Kriterium sind keine standardisierten Erheblichkeitsschwellen definiert, hier ist eine Einzelfallprüfung vorgesehen“, betonte Bürgermeister Mario Weisbrich in der Ratssitzung.

Eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes wird dann angenommen, wenn die Gesamtbewertung eines potenziellen Vorranggebiets ein hohes Risiko ergibt. Bei einem mittleren oder geringen Risiko geht man von einer unerheblichen Beeinträchtigung aus. Und dies ist in Wimsheim der Fall. Zwar werden einige Vorranggebiete und die dortigen Anlagen auch von Wimsheimer Gemarkung, insbesondere vom Neubaugebiet „Frischegrund“ zu sehen sein, doch kommt der Umweltbericht zum Ergebnis, dass das Landschaftsbild durch die Vorranggebiete nur unerheblich beeinträchtigt wird.

Weisbrich: „Dies kann individuell sicher anders bewertet werden. Aus Sicht der Gemeinde werden die Anlagen in den Vorranggebieten zwar sichtbar sein, diese führen jedoch aufgrund einer Entfernung von über 2,5 Kilometern nicht zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes von Wimsheim“, betonte Weisbrich. Dies ist der Grund, weshalb Wimsheim im Rahmen der Beteiligung zum Teilregionalplan Windenergie keine Stellungnahme abgibt. Der Planungsausschuss des Regionalverbands hat im Februar den Entwurf des Teilregionalplans Windenergie und damit verbunden die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde war die Gemeinde Wimsheim informiert worden.

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