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In Mönsheim werden die Kindergartenplätze nicht ausreichen. Deshalb soll der Kindergarten Wichtelhaus erweitert oder neu gebaut werden. Foto: Tilo Keller
In Mönsheim werden die Kindergartenplätze nicht ausreichen. Deshalb soll der Kindergarten Wichtelhaus erweitert oder neu gebaut werden. Foto: Tilo Keller
21.11.2016

In den Mönsheimer Kindergärten wird es enger

Mönsheim. In den kommenden Jahren wird es beim Platzangebot der Kindergärten in Mönsheim jeweils im zweiten Kindergartenhalbjahr zu Engpässen kommen. Allerdings stehen mit der Einschulung der ältesten Jahrgänge im September aber immer wieder ausreichend Plätze zur Verfügung.

Bürgermeister Thomas Fritsch hatte dafür alle Geburten aufgelistet und hochgerechnet, wann die Kinder in den Kindergarten gehen werden. Auch die Kinder aus anerkannten Flüchtlingsfamilien hatte er einberechnet. Im nächsten Jahr wird es laut dieser Berechnung ab Juni einen Platz zu wenig geben, was sich auch im darauf folgenden Jahr wiederholt. Für diese Situationen sei eine Ausnahmegenehmigung möglich.

Das Gremium hatte sich in einer früheren Sitzung bereits mit einer möglichen Erweiterung des Platzangebotes beschäftigt. Ein Anbau an den Kindergarten Villa Kunterbunt ist nicht möglich. Deshalb gab es Überlegungen, den Kindergarten Wichtelhaus zu erweitern oder zu verlegen. Als Möglichkeit wurde der Umzug in das geplante Wohn- und Geschäftshaus durchgerechnet, das die Firma Tico demnächst bauen wird. Rund 1,2 Millionen Euro setzte Fritsch für den dafür nötigen Teileigentumserwerb an. Nach dem Verkauf des bisherigen Kindergartengrundstücks würde der Finanzierungsbedarf bei rund 673.000 Euro liegen. Als Kosten für den Anbau am bisherigen Standort wurden nur 576.000 Euro veranschlagt, weshalb die Gemeinde diese Variante weiter verfolgen wird. Fritsch merkte an, dass die Berechnung der Kinderzahlen den Anbau aktuell nicht zwingend notwendig mache. „Wenn es allerdings schon ab Februar oder März Engpässe gibt, können wir die Hände nicht in den Schoß legen“, stellte er fest. Deshalb plädierte er dafür, die Planungen, zu denen auch eine Änderung des Bebauungsplans notwendig ist, weiter zu betreiben, um kurzfristig reagieren zu können.

Gemeinderat Hans Kuhnle (BLM) erinnerte daran, dass es Widerstand von den Anwohnern gebe. Er berichtete, dass er sich die Situation bei einem Anlieger angesehen habe. Deshalb schlug er eine Verschwenkung des Anbaus vor, was den Interessen des Anliegers entspreche. Kuhnle hatte dafür eine Reihe von Änderungsvorschlägen parat, wie eine Absenkung der Raumhöhen von Nebenräumen. Außerdem schlug er vor, aus Kostengründen auf den Keller zu verzichten. Fritsch will diese Anregungen prüfen lassen.