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Wie die Genossenschaft Biowärme Ersingen Energie in den Ort bringt, erklärten Landwirtin Jasmin Heckmann, Bürgermeister Udo Kleiner und Genossenschaftsvorsitzender Hans Dennig (von links) einer serbischen Delegation. Foto: Falk
Wie die Genossenschaft Biowärme Ersingen Energie in den Ort bringt, erklärten Landwirtin Jasmin Heckmann, Bürgermeister Udo Kleiner und Genossenschaftsvorsitzender Hans Dennig (von links) einer serbischen Delegation. Foto: Falk
01.11.2015

Internationales Interesse an Ersingens Energie-Ideen

Internationaler Besuch in Ersingen: Eine serbische Delegation schaute sich am Freitag an, wie die Biogasanlage der Landwirtsfamilie Heckmann der Gemeinde Energie liefert. Es war der Abschluss einer dreitägigen Energie-Tour durch Baden-Württemberg. Ziel der Reise war es, Ideen und Ansätze zur Energie aus erneuerbaren Quellen, wie sie Baden-Württemberg bereits nutzt, nach Serbien zu vermitteln.

Udo Kleiner, Kämpfelbachs Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft „Biowärme für Ersingen“, Genossenschaftsvorsitzender Hans Dennig und Jasmin Heckmann vom Landwirtschaftsbetrieb, der die Biogasanlage betreibt, informierten die Gäste aus Belgrad. Kleiner nannte die Anlage eine „Win-Win-Situation für uns alle“. „Wir sind seit letztem Jahr in Betrieb und bisher läuft das Ganze reibungslos“, so der Schultes. Seither könne man 70 Privathaushalte sowie die Hälfte der kommunalen Einrichtungen wie Schule oder Schwimmbad mit Energie aus der Biogas-Anlage versorgen. Kleiner betonte, welchen wichtigen Teil die Ersinger Biowärme zur Energiewende beitrage.

Etwa 200 Rinder leben auf dem Bauernhof Heckmann. „Die Frage war nur: Wohin mit dem Mist, den die Kühe täglich produzieren?“, so Jasmin Heckmann. Die Landwirte kamen auf die Idee der Energiegewinnung. „Das Ganze ist ein geschlossener Kreislauf“, erklärt Heckmann: „Wir vergären den Mist zusammen mit Mais und Gras, das daraus entstehende Methangas wird dann zur Energieerzeugung verwendet. Und mit den Resten düngen wir wiederum den Mais.“