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01.10.2017

Interview mit Dekan Christoph Glimpel

PZ-Interview mit Christoph Glimpel über sein erstes Jahr im Amt als Dekan Pforzheim-Land und über die Themen für die Zukunft.

PZ: Neue Heimat, neue Aufgabe, neue Herausforderungen. Wie haben Sie Ihr erstes Jahr als Dekan und zugleich Pfarrer von Göbrichen erlebt?

Christoph Glimpel: Mir kommt es viel länger vor als nur ein Jahr. Es ist so viel passiert, im positiven Sinn. Wir haben uns gut eingelebt. Es passt menschlich, geistlich und die Familie fühlt sich wohl.

Und beruflich?

Ein wichtiger Schritt für mich war, die Pfarrer, Diakone und Mitarbeiter im Kirchenbezirk kennenzulernen. Auch konnte ich bei Veranstaltungen und Gottesdiensten, in denen in vor Ort mitgewirkt habe, mit den verschiedenen Gemeinden und ihren Mitgliedern in Kontakt kommen. Ich sehe meine Aufgabe darin, nah an den Menschen und ihren Belangen zu sein.

Ein wichtiger Schritt war die Gründung des Diakonieverbands mit den Kirchenbezirken Neuenbürg und Mühlacker, um Ziele und Tätigkeiten zu vereinen. Inwiefern konnten Sie Ihre Vorstellungen in die Planungen einfließen lassen?

Der Weg zur Zusammenarbeit hat weit vor meinem Amtsantritt begonnen, so war mein Einfluss eher gering. Vielmehr galt es, die Planungen konstruktiv zu begleiten und zu einem Abschluss zu bringen. Bedeutender ist es nun, das Projekt, das über die Grenzen der Landeskirche hinausgeht, im Alltag auszugestalten. Der Kontakt zu den Kollegen der Württembergischen Landeskirche erweist sich als spannend und reizvoll.

Was haben Sie sich für die Arbeit im Dekanat vorgenommen?

Die Kirche lebt von den Menschen, die dort mitwirken. Es ist wichtig, die Arbeit der Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden zu unterstützen. Sie tragen neben Beruf und Familie in ihrer Freizeit oft große Verantwortung, bis in juristische Bereiche hinein.

Wie sieht die Unterstützung konkret aus?

Ein Projekt, das bereits gestartet ist, sind Bibelwochen in den Kindergärten, gestaltet von Vertretern der Landeskirche. Dies wird gut angenommen und vom Bezirkskirchenrat bis 2020 finanziert. Auch soll das Dekanat für Kirchengemeinderäte Ansprechpartner sein, ihnen Rückhalt durch ihren Bezirk vermitteln.

Gibt es weitere Herausforderungen für die Zukunft?

Was aus den Kirchen- und Gemeindehäusern wird, wird uns künftig beschäftigen. Wohin es dabei geht, ist von der Landeskirche noch nicht vorgegeben. Derzeit geht es insbesondere um eine Bestandsaufnahme.