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In Pforzheim tritt ab Dienstag die Corona-"Notbremse" in Kraft. 

Inzidenz zum dritten Mal über 100er-Marke: Corona-Notbremse tritt ab Dienstag in Pforzheim in Kraft

Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw/Karlsruhe. Die Corona-Inzidenzen in Pforzheim und dem Enzkreis sind auch am Sonntag weiter gestiegen. Während der Wert im Stadtgebiet von 116,7 am Samstag auf 123,9 kletterte, nahm er im Enzkreis laut den Zahlen des Landesgesundheitsamts (LGA) sogar um 13 Punkte auf nun 133,3 zu.

Damit liegt die Goldstadt auch den dritten Tag in Folge über der Marke von 100. Ab Dienstag, 13. April, tritt daher die in der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg für diesen Fall vorgesehene sogenannte Notbremse in Kraft.

Bedingt wurde der erneute Anstieg durch 40 Neuinfektionen im Kreis, in der Goldstadt wurden 18 weitere Fälle gemeldet und bestätigt. Insgesamt haben sich damit inzwischen 13.246 Menschen in der Region mit dem Coronavirus infiziert.

Friseure dürfen offen bleiben

Abhängig von der Entwicklung der Inzidenz darf bis auf Weiteres der Einzelhandel in der Stadt Pforzheim kein "Click&Meet" - also Einkaufen nach vorheriger Terminvereinbarung -, sondern nur noch "Click&Collect" (das Abholen von vorher online bestellter Ware) anbieten.

Museen und Galerien sowie körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Piercing- oder Sonnenstudios müssen wieder komplett schließen; nur medizinisch notwendige Behandlungen sind weiterhin erlaubt.

Auch Friseure dürfen geöffnet bleiben. Ihre Pforten schließen müssen dagegen auch wieder Außen- und Innensportanlagen für den Amateur- und Freizeitsport. Individualsport auf weitläufigen Anlagen wie beispielsweise Golf-, Reit- oder Tennisplätzen bleibt erlaubt, ebenso Individualsport mit den Angehörigen des eigenen Haushalts plus einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person. Musikschulen dürfen nur noch Online-Unterricht anbieten.

Keine neuen Zahlen konnte das LGA am Sonntag für den Landkreis Calw vermelden. Damit bleibt es dort auch weiterhin bei insgesamt 6.452 Corona-Fällen. Die Inzidenz nahm bedingt durch die fehlenden Daten leicht von zuletzt 93,0 auf 91,7 ab (Stand: 11. April).

Situation in den Kliniken

Im Helios Klinikum in Pforzheim befinden sich wie schon am Vortag auch am Sonntag jeweils drei Covid-19-Patienten auf der Normal- und der Intensivstation. 

Auch im Siloah St. Trudpert Krankenhaus ist die Gesamtzahl der Corona-Fälle mit insgesamt 15 im Vergleich zum Samstag gleich geblieben. Allerdings werden am Sonntag vier Personen - und damit eine mehr als am Vortag - intensivmedizinisch betreut (Stand: 11. April).

Region

Inzidenzwerte in der Region schießen nach oben

Keine neuen Zahlen kamen am Sonntag aus der RKH Klinik in Mühlacker. Zuletzt wurden dort am Freitag zehn Menschen aufgrund einer Erkrankung an Covid-19 behandelt. Ein Patient musste auf der Intensivstation beatmet werden. 

Auch aus den Kliniken im Kreis Calw wird es erst am Montag neue Daten geben. Stand Freitag befanden sich dort 16 Personen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, in stationärer Behandlung – vier davon auf der Intensivstation (Stand: 9. April)

Fünf weitere Todesfälle im Stadt- und Landkreis Karlsruhe

Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe wurden am Sonntag insgesamt 149 weitere Corona-Fälle bestätigt und gemeldet. Damit haben sich dort seit Ausbruch der Pandemie bislang 23.344 Menschen mit dem Virus infiziert, davon gelten 21.121 wieder als genesen.

Derzeit noch infiziert sind nach Angaben des zuständigen Gesundheitsamts 1.621 Personen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Fächerstadt und dem Landkreis beträgt 602 und damit fünf mehr als noch am Samstag (Stand: 11. April).

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Während die Inzidenz im Stadtkreis am Samstag bei 124,3 lag, betrug er im Landkreis 137,0 (Stand: 10. April). Der baden-württembergische Durchschnittswert wurde am Sonntag vom LGA mit 139,5 angegeben.

Sven Sartison

Sven Sartison

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