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Aufgearbeitet werden sollen im Ispringer Rathaus Rückstände im Kassenwesen.   Manfred Schott
Aufgearbeitet werden sollen im Ispringer Rathaus Rückstände im Kassenwesen. Manfred Schott
25.11.2016

Ispringen legt Bilanzen von Gemeinde und Wasserversorgung vor: Gewinn kommt Räten spanisch vor

Die Ispringer Verwaltung legte dem Gemeinderat die Jahresabschlüsse des Gemeindehaushaltes für das Haushaltsjahr 2015 sowie des Wasserversorgungsbetriebes zur gesetzlich vorgeschriebenen Feststellung vor.

Nach den Ausführungen von Bürgermeister Volker Winkel wurden bei der Gemeinde 15,8 Millionen Euro eingenommen und auch ausgegeben. Als Überschuss des Verwaltungshaushaltes konnten zur Finanzierung des knapp 3,6 Millionen umfassenden Vermögenshaushalts nur 241 000 Euro rüber gebucht werden. Die Hauptfinanzierung ging zu Lasten des Sparbuches: Fast 2,8 Millionen Euro wurden von der hohen Kante genommen. Damit sind die Ispringer Rücklagen am Jahresende 2015 auf zwei Millionen Euro geschrumpft.

Unter anderem wurde investiert in Kindergärten (290 000 Euro), Grundschule (260 000 Euro), Spielplätze (150 000 Euro), Feuerwehr-Löschfahrzeug (360 000 Euro) und in Sanierungsmaßnahmen (515 000). Eine weitere halbe Million Euro wurde dem Wasserversorgungsbetrieb zur Erhöhung des Eigenkapitals zur Verfügung gestellt. Hier gab es ein erstaunliches Ergebnis: 2015 schloss die Wasserversorgung mit einem Gewinn in Höhe von 155 000 Euro ab. Ist der Wasserpreis zu hoch? Darauf zielte die Wortmeldung von Hans-Peter Huber (SPD) hin. Er sagte, dass die Wassergebühren schon so hoch sein müssten, dass der Verbrauch des Trinkwassers nicht von der Gemeinde subventioniert werde. Allerdings, wenn der Gewinn diese Dimensionen annehme, müsse der Bevölkerung auch etwas zurückgegeben werden, sprich: „Die Wassergebühren müssen neu kalkuliert werden.“ Huber wies auch auf den gestiegenen Wasserverlust von 24 000 Kubikmeter im Jahr 2014 auf fast 37 000 Kubikmeter in 2015 hin. Auch wenn der Wasserverlust mit etwa zwölf Prozent des Wasserbezuges im überörtlichen Vergleich noch im Rahmen liege, sollten die Ursachen des Anstiegs von fast 50 Prozent geklärt werden.

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