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Private Eigentümer haben sichtbar schon einiges in die Sanierung ihrer Wohngebäude im „Mahler“ investiert. Im Haushalt 2016 setzt die Gemeinde dort 1,5 Millionen Euro für Kanal-, Wasser- und Straßenbau ein. Foto: Manfred Schott
Private Eigentümer haben sichtbar schon einiges in die Sanierung ihrer Wohngebäude im „Mahler“ investiert. Im Haushalt 2016 setzt die Gemeinde dort 1,5 Millionen Euro für Kanal-, Wasser- und Straßenbau ein. Foto: Manfred Schott
11.12.2015

Ispringen will Wohngebiet aufwerten

In der letzten Ispringer Gemeinderatssitzung dieses Jahres legte Bürgermeister Volker Winkel den Entwurf des Gemeindehaushalts 2016 vor. Die Haushaltsberatung mit den Erläuterungen von Kämmerin Nina Walter wird bei der Ratssitzung am 14. Januar erfolgen. Winkel spricht von einem hochinteressanten Haushalt, bei dem mehrere Schwerpunktthemen angesprochen sind, die Ispringen in den nächsten Jahren beschäftigen werden.

Gegenüber den Planzahlen vom Vorjahr erhöht sich das Gesamtvolumen des Haushalts um 15 Prozent auf 18,4 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt für die laufenden Aufwendungen der Gemeinde steigt um 1,7 Millionen auf 14 Millionen Euro. Beim Vermögenshaushalt mit Schwerpunkt Investitionen steigt das Volumen 2016 um 660 000 Euro auf 4,4 Millionen Euro. Durch die Vakanz im Ortsbauamt sind im Bereich der Investitionen, vor allem beim Straßenbau, noch gewisse Unsicherheiten in der Planung, sagte Winkel.

Der neue Bauamtsleiter Joachim Vogt habe Anfang Dezember seinen Dienst aufgenommen, so dass die Dinge jetzt aufgearbeitet werden können. Als Investitionsschwerpunkte nannte der Rathauschef die Fortsetzung der städtebaulichen Erneuerung des Wohngebietes „Mahler“. Nach den im großen Umfang durchgeführten privaten Sanierungsmaßnahmen in den Wohngebäuden ist jetzt die Gemeinde mit der Sanierung des Untergrundes und des Wohnumfeldes gefragt. 36 Prozent des Vermögenshaushalts (1,5 Millionen Euro) sind deshalb dafür vorgesehen. Danach folgen der Grunderwerb mit 24 Prozent (1,0 Millionen Euro) und die Kindergärten mit elf Prozent (0,48 Millionen Euro). Für die Baumaßnahmen beim Abwasserverband, beim Schulverband und auf dem Gemeindefriedhof sind ebenfalls namhafte Beträge im Vermögenshaushalt eingesetzt.

Bei den Zukunftsthemen stellte Winkel die Unterbringung und Integration der Asylbewerber in den Vordergrund. In den Gebäuden an Ersinger Straße, Nussbaumstraße und Hauptstraße sind derzeit 86 Personen wohnhaft. Im Bereich beim Kraftsportverein sollen weitere 40 Personen untergebracht werden. Der Ispringer Arbeitskreis Asyl kümmere sich um die Asylbewerber. Die Entwicklung des sozialen und des privaten Wohnungsbaus in der Bauleitplanung unterzubringen, die Tiefbausanierung im Mahler, die Planung neuer Strukturen für unterschiedliche Bestattungsformen auf dem Friedhof sowie die Bereitstellung eines kommunalen Energiemanagers sind weitere Themenschwerpunkte in Volker Winkels Zukunftskonzept.