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Schwere Last: Schon nach dem harten Wahlkampf gegen den damaligen Amtsinhaber Volker Winkel (vierter von links) und der Bekanntgabe des Wahlergebnisses am 5. Februar sind die Erwartungen an den neuen Bürgermeister Thomas Zeilmeier (rechts) hoch. Foto: PZ-Archiv/Seibel
Schwere Last: Schon nach dem harten Wahlkampf gegen den damaligen Amtsinhaber Volker Winkel (vierter von links) und der Bekanntgabe des Wahlergebnisses am 5. Februar sind die Erwartungen an den neuen Bürgermeister Thomas Zeilmeier (rechts) hoch. Foto: PZ-Archiv/Seibel
Nach der Ausstrahlung des ZDF-Berichts über Zeilmeiers Berater Klaus Abberger (links) krachte es kurz nach der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters erneut im Gemeinderat. Bis heute sind die Wogen nicht ganz geglättet. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Nach der Ausstrahlung des ZDF-Berichts über Zeilmeiers Berater Klaus Abberger (links) krachte es kurz nach der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters erneut im Gemeinderat. Bis heute sind die Wogen nicht ganz geglättet. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
31.07.2017

Ispringens Bürgermeister 100 Tage im Amt: Mitten im harten Alltagsgeschäft

Ispringen. Es war eine der heißesten Bürgermeisterwahlen in der Region. Lange vor dem Urnengang hatten sich Teile des Ispringer Gemeinderats gegen Amtsinhaber Volker Winkel ausgesprochen und für die Abstimmung Anfang Februar einen Herausforderer herbeigesehnt. Der kam in Gestalt von Thomas Zeilmeier, der mit seinem Kontrahenten einen hochemotionalen Wahlkampf führte und diesen schon nach dem ersten Wahlgang deutlich vom Chefsessel im Rathaus stieß. Als der 44-Jährige Ende April sein Amt antrat, waren Gemeinderat und Bürgerschaft gespalten.

Zeilmeier versprach Einheit und präsentierte sich als Macher. Kurz nach seinem Amtsantritt schlug eine ZDF-Reportage über den Wahlkampfmanager des neuen Verwaltungschefs Wellen. Die PZ hat bei den vier Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats nach einer ersten Zwischenbilanz und einem Ausblick verlangt.

Wolfgang Ballarin, Chef der Freien Wähler Initiative (FWI) im Ispringer Gremium und entschiedener Zeilmeier-Sympathisant, hält nach wie vor große Stücke auf seinen Favoriten im Wahlkampf. „Die Sitzungen des Gemeinderats sind gut vorbereitet und kompetent geleitet. Das läuft deutlich besser als vorher“, so Ballarin. Gute Noten als Sitzungsleiter bekommt der Familienvater auch von Hans-Peter Huber, Fraktionsvorsitzender der SPD, und Pascal Stoll, Sprecher der Liste Mensch und Umwelt (LMU). „Die Kommunikation ist besser geworden, es gibt mehr Informationen“, lobt Stoll.

Zoff im Gemeinderat

Die Gräben im Gemeinderat, ausgelöst durch die Positionierung einiger Mitglieder gegen den damaligen Amtsinhaber Volker Winkel und noch einmal verschärft durch die Ausstrahlung der ZDF-Doku, sind für FWI, SPD, CDU und LMU nach wie vor präsent. „Die bestehen schon noch“, so Ballarin. Hans-Peter Huber sieht Bemühungen Zeilmeiers, die Wogen zu glätten. Der neue Schultes müsse jedoch weiter daran arbeiten. Einige Kollegen würden nicht mehr zu den Nachsitzungen erscheinen. Als grenzwertig bezeichnet auch CDU-Fraktionschef Martin Kärcher den Eklat um die Fernsehreportage. Wie Pascal Stoll von der LMU bescheinigt der Christdemokrat Zeilmeier und dem Gemeinderat in Sachen Grabenkämpfe jedoch auf dem richtigen Weg zu sein.

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