nach oben
Kann seinen Amtsgeschäften aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht nachgehen: Ispringens Bürgermeister Heinrich Kemmet.
Ispringens Bürgermeister Heinrich Kemmet © Manfred Schott
06.04.2008

Ispringer Bürgermeister länger erkrankt

ISPRINGEN. Seit mittlerweile sieben Wochen ist Ispringens Bürgermeister Heinrich Kemmet krank geschrieben. Am 19. Februar konnte er seinen Amtsgeschäften letztmals nachgehen. Als Vertreter im Amt führt derzeit Hauptamtsleiter Horst Gabel die Geschäfte im Rathaus, wie er auf Nachfrage bestätigte.

Die administrativen und politischen Aufgaben liegen derzeit in den Händen der ehrenamtlichen Stellvertreter Dr. Wolfgang Ballarin (CDU) und Horst Hemminger (FWI). Hemminger geht derzeit davon aus, dass Kemmet „bis Ende April, Anfang Mai“ ins Rathaus zurückkehrt. Woran der Bürgermeister leidet, ist nicht bekannt.

Vorgehen völlig offen

Die Gemeinde hat die Vorgehensweise mit dem Kommunalamt des Enzkreises abgesprochen. Derzeit ist noch völlig offen, wie es weitergeht. Kemmet könnte nach seiner Genesung an die Spitze der Gemeinde Ispringen zurückkehren, erklärt Kommunalamtsleiter Jörg Gilon. Sollte der Bürgermeister nicht gesunden, wäre nach dem Beamtenrecht auch die Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung der Berufsunfähigkeit denkbar. Der Ispringer Gemeinderat hätte überdies die Möglichkeit, einen Amtsverweser zu bestellen für den Fall, dass der Bürgermeister über einen längeren Zeitraum ausfällt.

Kemmet war im Oktober 2001 im zweiten Wahlgang mit 60,5 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Lothar Übelhör gewählt worden, der das Amt des Bürgermeister zuvor 32 Jahre lang inne hatte. Der damals 30-jährige Kemmet, zu diesem Zeitpunkt beim Landratsamt in Rastatt tätig, hatte sich mit seinem Wahlsieg gegen insgesamt zehn Konkurrenten durchgesetzt. Seine erste Amtszeit endet im kommenden Jahr.

„Verwaltung funktioniert gut“

Weil die Verwaltung in Ispringen gut funktioniere, entstünden durch die Abwesenheit Kemmets derzeit keine Nachteile für die Bevölkerung, sagt Stellvertreter Horst Hemminger, der allerdings einräumt, dass die Situation für beide Stellvertreter einen „enormen Aufwand“ bedeute. So fällt beispielsweise die Leitung von Gemeinderatssitzungen in den Aufgabenbereich. Am kommenden Donnerstag soll unter der Leitung von Dr. Wolfgang Ballarin der Haushalt verabschiedet werden, was wegen der Erkrankung Kemmets bereits schon einmal verschoben worden war. Kemmet selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.