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Ein Blick in den neu eingerichteten „Wäschekorb“ in der Gartenstraße 23. Er ist ein gern angenommener Treffpunkt und für alle bedürftigen Ispringer geöffnet. In der Bildmitte Hildegard Baumeister und Ingrid Vogt (von links), rechts Thomas Ruppender und Laura Haller (von rechts).  Manfred Schott
Ein Blick in den neu eingerichteten „Wäschekorb“ in der Gartenstraße 23. Er ist ein gern angenommener Treffpunkt und für alle bedürftigen Ispringer geöffnet. In der Bildmitte Hildegard Baumeister und Ingrid Vogt (von links), rechts Thomas Ruppender und Laura Haller (von rechts). Manfred Schott
04.11.2016

Ispringer unterstützen Flüchtlinge: Erfolge bei Job-Vermittlung

Ispringen. Der in Ispringen bestehende „Freundeskreis Asyl“ ist seit Sommer des vergangenen Jahres besonders aktiv geworden. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde kümmern sich über 20 Damen und Herren des Freundeskreises intensiv um die Bedürfnisse der angekommenen Asylbewerber.

Dazu kommt noch ein größeres Umfeld von unterstützenden Personen. Bei der Gemeindeverwaltung selbst, sagt Hauptamtsleiter Thomas Ruppender, wurde jetzt ein Sachgebiet „Asyl und Integration“ mit Laura Haller als Sachbearbeiterin eingerichtet. Etwa 80 Asylbewerber sind in Ispringen in Wohngebäuden untergebracht, davon bereits 17 in der Anschlussunterbringung, ergänzt Haller. Ingrid Vogt und Hildegard Baumeister, die Sprecherinnen des Freundeskreises Asyl, berichten von den umfassenden Angeboten, die zwischenzeitlich geschaffen wurden, um den hier Angekommenen die notwendigen Hilfen für den Alltag zu gewähren. Dazu gehören beispielsweise die Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen, die Hilfe bei der Suche nach einem Kindergartenplatz und bei der Einschulung. Die Organisation von Möbeln und Hausrat wird ergänzt durch den „Wäschekorb“, der jetzt in ein ehemaliges Ladengeschäft in die Gartenstraße 23 umgezogen ist. Er ist jeden Montag von 15 bis 17 Uhr für alle bedürftigen Ispringer geöffnet. Kleidung, Wäsche, Bettwäsche, Schuhe, Küchengeräte, auch Fahrräder, können dort zu einem symbolischen Preis erworben werden.

Unterstützung gezeigt

Integration durch Sprache und Arbeit hat für den Freundkreis Asyl eine hohe Priorität. Deshalb gibt es Sprachunterricht. Auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit müsse vermittelt werden, lehre die Erfahrung. Außerdem ist es seit einem knappen Vierteljahr für Hildegard Baumeister eine Herzensangelegenheit, sich zusammen mit der neu gebildeten „Arbeitsgruppe Job und Arbeit“ um Ausbildungs- oder Praktikantenplätze für die Asylbewerber zu bemühen. Vor allem spiele dabei die persönliche Kontaktaufnahme mit den Firmen und Geschäften eine große Rolle, was auch schon siebenmal zum Erfolg geführt hat, sagt Baumeister. Sie geht auch zu den Vorstellungsgesprächen mit. Der „Kreativ-Treff“ ist das jüngste Angebot des Freundeskreises. Hierbei treffen sich „nur“ Frauen im Volkshochschulsaal, um sich beim Nähen, Stricken, Häkeln und Basteln auszutauschen. Der monatliche Café-Treff im Bürgerhaus Regenbogen wird auch sehr gerne angenommen. Ingrid Vogt und Hildegard Baumeister würdigen die große Spendenbereitschaft der Ispringer Bürger und Firmen mit Geld- und Sachspenden für die Betreuungsarbeit. Darauf sei der „Freundeskreis Asyl“ auch künftig angewiesen, um die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können.