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Die Ludwig-Uhland-Schule Schömberg: Die Zukunft der Werkrealschule ist ungewiss.   PZ-Archiv, Eschwey
Die Ludwig-Uhland-Schule Schömberg: Die Zukunft der Werkrealschule ist ungewiss. PZ-Archiv, Eschwey
30.09.2015

Ist die Schömberger Werkrealschule noch zu retten?

Ein Rezept, wie man die Schömberger Werkrealschule retten kann, hatte der Leiter des staatlichen Schulamtes Pforzheim nicht dabei, als er am Dienstagabend den Gemeinderäten Rede und Antwort stand. Nur so viel betonte Volker Traub: Die Qualität sei das A und O, denn am Ende entscheide die Nachfrage. „Wenn genügend Schüler kommen, wird niemand die Schule schließen“, machte Traub deutlich. Deshalb befänden sich Rektorin Ingrid Seilacher und ihr Kollegium auf einem sehr guten Weg.

Die Chefin der Ludwig Uhland Schule hatte zuvor Positives berichtet: Das Ergebnis der Fremdevaluation – also der Bewertung der Schule von außen – sei sehr gut ausgefallen. Die LUS schneide in allen Bereichen gut ab, in einigen sogar sehr gut. „Das ist ein Ergebnis, auf das wir stolz sein können“, so Seilacher. Dementsprechend entwickelten sich auch die Schülerzahlen gut. Die Grundschule sei stabil und werde derzeit von 250 Kindern besucht – damit sei jede Klassenstufe dreizügig.

In der Werkrealschule sei die Nachfrage wieder gestiegen. Hier zählt man 129 Schüler, in diesem Jahr gebe es erstmals eine zehnte Klasse. Sehr positiv habe sich das Ganztagsangebot, das bereits in der Grundschule gilt, ausgewirkt. Wegen dieser Betreuung kämen auch Schüler aus der Region nach Schömberg. Das Ganztagsangebot werde derzeit von 60 Schülern besucht und sei damit ausgelastet.

Traub berichtete, dass der Anteil der Werkrealschulen landesweit auf einen Anteil von zehn Prozent gesunken sei. Auch im Kreis Calw sei dieser Trend inzwischen angekommen. Konkurrenz für den Standort Schömberg gebe es in Bad Liebenzell, wo man auf die Realschule setze. Unter deren Dach könne man ab dem nächsten Schuljahr auch den Hauptschulabschluss ablegen. In Calmbach gebe es außerdem eine Verbundschule mit Werkrealschule – auch mit diesem Standort konkurriere man um Schüler. Wie sich die Schulpolitik weiter entwickle, sei derzeit offen. Erst wenn nach der Landtagswahl im nächsten März die Mehrheiten feststehen, könne man Genaueres sagen. Dann wolle er sich mit den Bürgermeistern der Region zusammensetzen und das Thema besprechen.

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