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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Symbolfoto: dpa
Symbolfoto: dpa
06.02.2018

Ittersbach: Immer mehr Jugendliche an Fasching betrunken

Karlsbad-Ittersbach. Am Rande des Ittersbacher Fasnetumzugs am vergangenen Sonntag musste, wie berichtet, ein 16-jähriger mit 3,6 Promille Alkohol im Blut ins Krankenhaus gebracht werden. Und dies ist bei weitem kein Einzelfall. Eine Dreizehnjährige hatte 2,5 Promille.

Einsatzkräfte zeigen sich besorgt über die Entwicklung. Bereits merklich alkoholisiert kamen zahlreiche, überwiegend minderjährige Jugendliche, mit der Bahn aus Richtung Ettlingen/Karlsruhe, einige auch mit dem Bus aus Pforzheim, nach Ittersbach.

Der Vorsitzende des DRK-Ittersbach, Egon Dittler, der seit vielen Jahren innerhalb des DRK-Unterkreises Albtal beim Umzug Dienst leistet, spricht von einer deutlichen Zunahme an Minderjährigen, die bereits stark zugedröhnt mit Hochprozentigem im Gepäck anreisten.

„Viele davon haben den Umzug nicht mehr gesehen, sie mussten schon an den beiden Haltstelle in Ittersbach nach ihrer Anreise versorgt werden“, so Dittler. 32 DRK-Einsatzkräfte seien ausgelastet gewesen. Sie hatten allein 16 Minderjährige zu versorgen, die völlig betrunken und unterkühlt waren.

Der Einsatzleiter des Polizeipostens Albtal, Hartmut Schroth, bestätigt die Beobachtung Dittlers und spricht von einer „erschreckenden kontinuierlichen Zunahme dieses Problems“ in den vergangenen Jahren.

Auch Volker Grabbetz, Jugendsachbearbeiter beim Polizeiposten Albtal, sieht eine zunehmenden Problematik. Man wolle bei den noch anstehenden Umzügen verstärkt präsent sein. Ziel sei es, den Jugendlichen zunächst den Alkohol wegzunehmen – was allerdings nur sehr schwer flächendeckend umzusetzen sei.