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Frank Jansen leitet das Heimsheimer Gefängnis seit 2016. Archiv foto: Meyer 

JVA präsentiert sich als größter Arbeitgeber in Heimsheim

Heimsheim. „Wir sind der größte Arbeitgeber in Heimsheim und seit 30 Jahren auf dem Mittelberg“, stellte Frank Jansen, Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA), die Einrichtung am Montagabend in der Gemeinderatssitzung vor. Der 45-jährige promovierte Jurist lobte die hohe Akzeptanz und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Immer wieder komme es zu umfassenden Verzahnungen und Berührungspunkten, beispielsweise bei der Entwicklung des Gewerbegebiets Egelsee II, bei den Waldabständen zum Gefängnis und auch beim jährlichen Thema Eichenprozessionsspinner.

„Corona und Justizvollzug vertragen sich nicht. Wir können zu den Gefangenen nicht sagen: ‚Wir schließen, kommen Sie in einem Jahr wieder‘, sondern wir müssen unsere Konzepte anpassen und die Sicherheit gewährleisten“, so der Amtsleiter des Gefängnisses, in dem es bisher noch keinen Corona-Fall gab und Neuankömmlinge zuerst in Quarantäne müssen.

Mit 250 Bediensteten sei die JVA der größte Arbeitgeber in der Schleglerstadt, darunter nicht nur Vollzugsbeamte, sondern auch 40 Handwerksmeister und Techniker, Sozialpädagogen, Psychologen, Ärzte, Lehrer und Busfahrer. Denn in der Anstalt befinden sich nicht nur Druckerei, Wäscherei und eine Großküche, dort ist auch die Transportzentrale für das Land Baden-Württemberg, die Gefangene in andere Justizvollzugsanstalten oder zu Gerichtsverhandlungen fährt. Insgesamt sitzen 467 Männer in Heimsheim ein, davon 400 im Strafhaftbereich und 67 in der Durchgangshaft. Die Gefangenen, die auf der „Durchreise“ sind, bleiben meistens für ein bis drei Nächte.

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