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Den Ärger über eine ganze Reihe von gekaperten Motorrollern in Bilfingen machten Betroffene auch im sozialen Netzwerk öffentlich – samt Hinweisen auf Verdächtige. Aber sie haben zuerst die Polizei eingeschaltet. Foto: Ketterl
Den Ärger über eine ganze Reihe von gekaperten Motorrollern in Bilfingen machten Betroffene auch im sozialen Netzwerk öffentlich – samt Hinweisen auf Verdächtige. Aber sie haben zuerst die Polizei eingeschaltet. Foto: Ketterl
20.06.2017

Jagd auf die Roller-Piraten in der Region - Suche in sozialen Medien gestartet

Für einen Jogger und einen Radfahrer war es ein kurzer Schock am Sonntag. Im Bereich des Bilfinger Reitplatzes entdeckten beide einen orange-weißen Motorroller in einem Maisfeld. „Zuerst habe ich gedacht, das ist jemand gestürzt und liegt womöglich noch beim Fahrzeug“, sagt der Jogger. Doch das Zweirad ist verwaist.

Der Lenker sieht aus, als sei er mit Gewalt verdreht worden, Reifenteile hängen ab, der Sitz ist rausgerissen. Der Radfahrer ruft die Polizei, die schnell herausfindet, dass das Fahrzeug zu einer ganzen Reihe von Motorrollern gehört, die am Wochenende zeitweise verschwunden waren. Später sind die Fahrzeuge wieder aufgetaucht. Einige von ihnen beschädigt, an den anderen waren Teile abmontiert.

So bestätigte Polizeisprecher Sven Brunner gestern auf Anfrage der PZ die derzeit bekannten Fakten. „Die Ermittlungen laufen“, sagt er. Zunächst geht es darum, den Tätern auf die Spur zu kommen. Und dann stünde beispielsweise die Frage im Raum, ob es den Verantwortlichen um einen Diebstahl gegangen ist oder eher um eine Art Spritztour mit zerstörerischer Folge.

Der Fall ist der Polizei angezeigt worden. Doch parallel startete eine Betroffene die Suche nach den Tätern online in einem sozialen Netzwerk. Auch die PZ wurde auf diesem Weg auf den Fall aufmerksam.

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